Schüler und Forscher in Hamborn Hand in Hand

Einst als Roma-Mädchen aus dem Kosovo vertrieben, heute ist sie Rechtsanwältin: Nizagete Bislimi berät den Connect-Workshop.Foto: Christoph Wojtyczka / Funke Foto Services
Einst als Roma-Mädchen aus dem Kosovo vertrieben, heute ist sie Rechtsanwältin: Nizagete Bislimi berät den Connect-Workshop.Foto: Christoph Wojtyczka / Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Beim dritten Connect-Workshop von Leibniz-Gesamtschule und Uni Duisburg-Essen, steht die Willkommenskultur im Fokus des Projekts.

Hamborn.  An der Gottfried-Wilhelm-Leibniz Gesamtschule (GWL) findet vom 22. bis 28. Januar ein Connect-Workshop der Universität Duisburg-Essen (UDE) statt. Schüler, Studierende und Dozenten entwickeln in einer Woche Projektideen für eine bessere Willkommenskultur in Duisburg.

Was genau ist Willkommenskultur’? Was können wir gemeinsam in der Praxis verändern und verbessern, um die vielen asylsuchenden Flüchtlinge willkommen zu heißen und Integrationsmöglichkeiten zu schaffen?

Dies sind Fragen, die Schüler der 12. Klasse der GWL-Gesamtschule in Zusammenarbeit mit Studierenden und Dozierenden aus verschiedensten Fachbereichen der Universität zum Thema „Auf dem Weg zu eine Willkommenskultur?! Neue Ansätze und Konzepte für ein gemeinsames Miteinander“ im Connect Workshop diskutieren und zu lösen suchen. Um am Ende handfeste praktische Projektideen dafür zu entwickeln.

Anregungen für die Ideenfindung erhalten die Workshopteilnehmer von Frau Nizagete Bislimi am ersten Workshoptag. Bislimi passt durch ihren Erfahrungsschatz als frühere Asylsuchende und ihren beeindruckenden Lebenslauf als heutige Rechtsanwältin für Ausländer- und Asylrecht sowie Vorsitzende des „Bundes Roma Verbandes e.V.“ perfekt zum Workshopthema.

Am letzten Workshoptag, Donnerstag 28. Januar, werden die entwickelten Projektideen einer Jury präsentiert.

Osenger und Berns in der Jury

Die Jurymitglieder Bürgermeister Manfred Osenger, Prof. Evelyn Ziegler (Uni Duisburg-Essen), Manfred Berns, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Duisburg sowie Susanne Kirches von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg, werden hierbei die Ideen nach Innovationsgrad, Originalität und Umsetzbarkeit bewerten.

Connect ist ein Programm von Uniaktiv, einem Zentrum für gesellschaftliches Lernen und soziale Verantwortung der Universität. Seit dem Sommersemester 2012 entwickelt Connect potenzielle Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen. Regionale Themen, die das westliche Ruhrgebiet betreffen, aber auch globale Schwierigkeiten wie Klimawandel, werden nach dem Design-Thinking-Ansatz diskutiert.

Getreu dem Motto „Gemeinsam forschen und entwickeln“ bieten die Workshops den Schülern Gelegenheit, verschiedene Fachbereiche der Hochschule kennenzulernen, wissenschaftliche Arbeitsweisen und -techniken zu erproben und Einblicke in die universitäre Landschaft zu geben. Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule führt das Programm Connect zum dritten Mal durch.

 
 

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