Ruhrorter Schraubenskulptur steht wieder an alter Stelle

Übergabe des Kunstwerks Schraubenturm in Duisburg-Ruhrort am Mittwoch den 14.09.2016. Von links: Benno Lensdorf (Förderverein Maritimes Ruhrort), Thomas Krützberg (Kulturdezernent), Günter Schirmer (Künstler) und Georg Stahlschmidt (Förderverein Maritimes Ruhrort).
Übergabe des Kunstwerks Schraubenturm in Duisburg-Ruhrort am Mittwoch den 14.09.2016. Von links: Benno Lensdorf (Förderverein Maritimes Ruhrort), Thomas Krützberg (Kulturdezernent), Günter Schirmer (Künstler) und Georg Stahlschmidt (Förderverein Maritimes Ruhrort).
Foto: Funke Foto Services
Der Förderverein für ein maritimes Ruhrort hat die Restaurierung der Skulptur organisiert. Künstler Günter M. Schirmer kam zur erneuten Einweihung.

Ruhrort.  Vor drei Jahren hat die Stadt Duisburg sie abgebaut, jetzt ist sie wieder da: Die Schiffsschrauben-Skulptur zwischen Schifferbörse und Flaggenmast. Das vor 25 Jahren anlässlich des 275. Geburtstags des Duisburger Hafens installierte Kunstwerk des gebürtigen Hamborners Günter Martin Schirmer war nicht mehr standsicher, die Stadt ließ es demontieren und in einer Halle des Frischekontors einmotten. Denn: Geld für eine Sanierung hatte sie nicht.

Fast 200.000 Euro eingesammelt

So kam der Förderverein für ein maritimes Ruhrort ins Spiel. Dessen Vorsitzender, Benno Lensdorf, organisierte die Sanierung. Eine Duisburger Werft baute die alte Skulptur, die aus neun Messingschrauben besteht, auseinander, ersetzte die instabilen Zwischenstücke und verpasste dem „Mast“ einen MSV-blauen Anstrich. Duisport sorgte für den Transport zurück zum Ursprungsort.

Am Mittwoch weihte Benno Lensdorf die restaurierte Skulptur wieder ein, der Künstler, etliche Bürger und Duisburgs Kulturdezernent Thomas Krützberg waren ebenfalls erschienen. Krützberg lobte das Engagement des Ruhrorter Fördervereins, wünscht sich ein ebensolches Bürgerengagement auch in den anderen Stadtbezirken. Denn es gebe insgesamt gut 400 Kunstwerke im öffentlichen Raum, die es alle verdient hätten, gehegt und gepflegt zu werden...

Künstler Schirmer freute sich, dass sein Werk, das nur im Volksmund „Schraubenturm“ genannt wird, tatsächlich aber den Titel „Binnen-Hafen-Tor“ trägt, wieder an Ort und Stelle ist. Nur mit der blauen Farbe hadert er. Die Originalskulptur sei komplett golden gewesen. Man könne ein Kunstwerk nicht einfach umlackieren, ließ er die Gäste und den Förderverein wissen. Benno Lensdorf versprach, sich für einen neuen Anstrich einsetzen zu wollen.

Der Verein für ein maritimes Ruhrort engagiert sich seit Jahren mit dem Ziel, den Ortsteil aufzuwerten. So trommelte er 81 000 Euro zusammen, um den Flaggenmast sanieren zu können, er sammelte 80 000 Euro an Spenden ein, um den historischen Dampfkran im Schatten der Schifferbörse zu renovieren und hat jetzt Unternehmer gefunden, die die Kosten von 28 000 Euro für die Skulptursanierung übernahmen.

 
 

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