Pionierarbeit in Sachen Rückbau

Minister Groschek (Mitte) mit seinen Gastgebern.
Minister Groschek (Mitte) mit seinen Gastgebern.
Foto: WAZ
Minister Groschek besuchte Bruckhausen und schaute sich das Grüngürtelareal an. Sein Fazit: Die Projektdokumentation werde man nutzen, um positive Erfahrungen aus Duisburg zu übernehmen und eventuell auch aus Fehlern zu lernen.

Duisburg-Bruckhausen.. Dieser Tage besichtigte NRW-Bauminister Michael Groschek auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Sarah Philipp und des SPD-Ratsherrn Herbert Eickmanns gemeinsam mit Vertretern der Stadt und der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) den Stadtteil Bruckhausen. Groschek informierte sich dort über die Umsetzung und den Stand des Projekts Grüngürtel.

Der Beigeordnete Carsten Tum begrüßte die Politiker und die weiteren Teilnehmer und stellte vor Ort die Einzelheiten der Umgestaltung des Quartiers vor. Mitarbeiter der Stadt und der EG DU führten die Delegation zu markanten Stationen des Stadtviertels, erläuterten Details wie die Grenzziehung des Abrissgebietes, die Umgestaltung bestimmter Plätze und das Thema Denkmalschutz einzelner Gebäude. Groschek war beeindruckt.

Unbeeindruckt von der Kritik der Bevölkerung

Unbeeindruckt hingegen war er ganz offensichtlich von der relativ massiven öffentlichen Kritik am Projekt in Teilen der Bevölkerung.

Groschek machte vor Ort klar, dass er von Richtigkeit und Nutzen des Projekts hundertprozentig überzeugt ist: „In Duisburg wird Pionierarbeit in Bezug auf den Rückbau und die Aufwertung von benachteiligten Wohnquartieren geleistet“, sagte der Sozialdemokrat.“ Groschek will in Bezug auf den Grüngürtel auch das Engagement des Landes gewürdigt sehen: „Hier sieht man, wie wichtig gezielte Städtebauförderung des Landes ist.“

Entgegengesetzte Wohnungsmarktentwicklung

Die Bruckhausener Projektdokumentation werde man für andere Städte mit ähnlichen Problemlagen nutzen, um positive Erfahrungen aus Duisburg zu übernehmen und eventuell auch aus Fehlern beim Projekt zu lernen.

Sarah Philipp, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss des Landtags, erklärte: „In Duisburg haben wir eine entgegengesetzte Wohnungsmarktentwicklung als in Städten wie Düsseldorf oder Köln.“ Anstelle eines Mangels an Wohnraum müsse man sich in Duisburg mit Rückbau beschäftigen: „Dies bedeutet allerdings nicht nur Abriss, sondern auch, dass der gesamte Stadtteil durch die Sanierung und den Grüngürtel aufgewertet und stabilisiert wird.“

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