Narzissen für Beeck

Maurice, Justin, Lars, Thorben und Rudolf Kelbassa (v.l.) verschönern Beeck: Sie pflanzen Narzissen auf der Wiese am Oberhof Beeck Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
Maurice, Justin, Lars, Thorben und Rudolf Kelbassa (v.l.) verschönern Beeck: Sie pflanzen Narzissen auf der Wiese am Oberhof Beeck Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
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Engagierte Schüler der Gustav-Stresemann-Realschule und Hobbygärtner Rudolf Kelbassa bepflanzen die Wiese vor dem Oberhof

„Diese Wiese wird demnächst ein richtiger Hingucker sein“, ist sich Rudolf Kelbassa sicher. Der Rentner und passionierte Gärtner pflanzt mit Schülern der Gustav-Stresemann-Realschule zahlreiche Narzissen auf der Grünfläche vor dem Oberhof Beeck an der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe der Haltestelle Beeck-Denkmal.

Bei der Bepflanzung ist allerdings voller Körpereinsatz gefragt. Die Erde ist hart – Löcher für die Knollen werden mit einer zwölf Kilo schweren Eisenstange gebohrt. Die Jungen und Mädchen lassen sich davon nicht abschrecken. Immer wieder hievt Lars (13) das schwere Hilfsmittel in die Höhe und rammt es dann in den Boden. „Okay, das reicht“, ruft ihm schließlich ein Klassenkamerad zu, der auf dem Boden kniet. „Jetzt passt die Knolle hinein.“

Nach einiger Zeit übernimmt ein anderer die schwere Stange und Lars kann durchpusten. Die zehn Kinder der fünften bis zehnten Klasse treibt bei der anstrengenden Arbeit ein Gedanke an: „Wir wollen, dass Beeck schöner wird. Gerade hier, wo Tag für Tag viele Menschen vorbei gehen, sollte es etwas hübsches zu sehen geben“, sagt die 13-jährige Angelina.

Die Idee zur Verschönerung der Wiese entstand beim Runden Tisch Beeck, an dem auch Kelbassa regelmäßig sitzt. „Wir waren uns einig: Die Grünfläche hat Potenzial“, erinnert sich der frühere Justizvollzugsbeamte, „ich habe dann beschlossen, mich um die Bepflanzung zu kümmern. Denn ich wusste, wer mir dabei helfen könnte.“

Die Zusammenarbeit mit den Schülern der Gustav-Stresemann-Realschule ist für Kelbassa nämlich nicht neu. Er arbeitet oft mit den Kindern in ihrem Schulgarten und machte diesen in den letzen Jahren zu einer kleinen Oase mit Rosen und Honigbienen. Grund für die Kooperation: Einer der Schüler sprach ihn an, da dieser in der Nachbarschaft wohnt und von Kelbassas liebevoll gestaltetem eigenen Garten wusste. Dieses Mal war es umgekehrt: Kelbassa wandte sich an die Kinder. Da diese durch die Arbeit in dem Schulgarten auf den Geschmack gekommen sind, helfen sie gerne – auch nach Schulschluss. Die Wiese soll in einer Woche fertig bepflanzt sein. Das Ergebnis darf dann im Frühling bewundert werden.

 
 

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