Muslime wollen christlichen Kindergarten erhalten

Blick aus der Dieselstraße in Bruckhausen. Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool
Blick aus der Dieselstraße in Bruckhausen. Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool
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In einem Schreiben setzten sich die Eltern der Kinder vom ev. Kindergarten Bruckhausen gegen die drohende Schließung zur Wehr

Duisburg-Bruckhausen..  Eltern von Kindern, die den evangelischen Kindergarten Dieselstraße in Bruckhausen besuchen, wollen sich mit der geplanten Schließung (wir berichteten) nicht abfinden.

In einem Schreiben an die Redaktion nennen die Eltern ihre Beweggründe. So würde eine Schließung bedeuten, dass es keinen kirchlichen Kindergarten im Stadtteil mehr gebe und sie gezwungen wären, ihre Kinder in einen städtischen Kindergarten zu geben: „Für uns ist der evangelische Kindergarten ein Ort für religiöse und kulturelle Erziehung.“

Sie hätten, schreiben die Eltern weiter, sich bewusst für einen evangelischen Kindergarten entschieden, weil es ihnen wichtig sei, „ dass unsere Kinder gelebten Glauben und christliche Werte erfahren.“

Dies, wie sie selbst schreiben, obwohl die Elternschaft größtenteils aus Eltern muslimischen Bekenntnisses bestehe: „Für uns ist ein Kindergarten ohne Gott nicht vorstellbar.“

Zumal dort Begegnung zwischen bekennenden Christen und Muslime statt fände: „Unsere Kinder machen hier andere Erfahrungen durch das Zusammenleben im Kindergarten. Sie lernen hier andere religiöse Traditionen kennen.

Diese Erfahrungen können sie im Stadtteil Bruckhausen ohne den Kindergarten nicht machen.“ Das viel zitierte Miteinander der Kulturen, schreiben die Eltern weiter, werde im Kindergarten an der Dieselstraße gelebt: „Hier findet Begegnung statt. Muslime und Christen kommen sich näher, erfahren und lernen voneinander.“ Dadurch entstünden Verstehen, Anerkennung und Vertrauen. Das Schreiben endet mit dem Satz: „Nein zur Schließung, denn wir sind eine große Familie!“

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