Musik als Brücke zum Libanon

Foto: WAZ

Ruhrort.  „Ich bin keine Expertin des Libanon“, behauptet Anke Johannsen. Bei ihrem Konzert in der Ruhrorter Christengemeinde stellte sich allerdings heraus, dass sie genau das ist.

Die junge Duisburger Pianistin und Songwriterin vermittelte dem Publikum, was sie auf ihrer Reise in den Libanon besonders beeindruckt hatte. Ihre Songs, die sie am E-Piano, teilweise unterstützt durch ihren Schlagzeuger Jens Otto, zum Besten gab, sorgten für einen inspirierenden und besinnlichen Abend sowie ein Spendenergebnis von knapp 1 400 Euro.

Gemeindeleiter Heiner Heseding eröffnete die Benefizveranstaltung, die durch die Arbeit des Ruhrorter Kreativkreises zustande gekommen war, mit den Worten „Musik ist die heilende Kraft des Universums“. So lautete der Titel des letzten Studioalbums des amerikanischen Saxofonisten Albert Ayler aus dem Jahr 1969.

Bei dem Konzert konnten die Gäste dann Fotos von Menschen aus dem Libanon bewundern und erfuhren bei Johannsens Vorträgen etwas über das Leben im Libanon sowie die politische Lage des Landes. Das Publikum zeigte sich tief beeindruckt – man hätte stellenweise eine Stecknadel fallen hören können.

Die Musikerin machte sich an dem Abend zur Brückenbauerin und Fürsprecherin für die Menschen, die sie auf ihrer Reise lieben gelernt hat.

Nach einer Essenspause, bei der es vor allem arabische Köstlichkeiten gab, kamen alle wieder zurück in den Saal. Gemeindeleiter Heseding zeigte sich – ebenso wie die Gäste – beeindruckt von dem, was Anke Johannsen zu Wege gebracht hatte. Er lobte das Konzert als Beitrag „echter Völkerverständigung.“

Anke Johannsen kündigte bereits eine Fortsetzung an. Der nächste Besuch im Libanon steht schon im Terminkalender.

 
 

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