Moschee-Verein öffnete sein Gemeindehaus

v.l. Ramazan Günis, Kaya Cevdet, Akdogan Adnan, Erus Adem, Dogan Senal Foto:Udo Milbret/WAZ FotoPool
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Duisburg-Walsum. Feste sind ein Ort der Begegnung, um Menschen kennenzulernen und Vertrauen zu einander aufzubauen.

Das hat sich auch der Walsumer Bildungs-, Kultur- und Sportverein an der Oswaldstraße gedacht, als er anfing, das zweite Gemeindefest zu planen, das jetzt stattfand. Von Freitag bis Sonntag sollten die Walsumer so die Gelegenheit bekommen, mit den Gemeindemitgliedern in Kontakt zu kommen.

Im Vorfeld verteilte der Moscheeverein Hundert Einladungen in der Nachbarschaft. Aber das ist nicht alles. „Wir haben viel gemacht, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wer wir sind“, sagt Kenan Ülger, Pressesprecher des kleinen Vereins. Mittlerweile hängt auch ein Schild mit dem Namen der Gemeinde an der Fassade der ehemaligen Gaststätte „Feuchte Ecke“. Wo vor einem Jahr noch heruntergelassene Rollläden Misstrauen im Ortsteil schürten, herrscht nun eine scheinbar offene Atmosphäre.

Das bemerkten auch die Gäste des Gemeindefestes, selbst wenn es nur wenige waren. Jeder, der kam, wurde herzlich begrüßt. Unwohl fühlte sich wohl keiner der Besucher unter den Wabikus-Mitgliedern. Die Männer saßen draußen, tranken Tee und plauderten und die Frauen waren in den Gemeinderäumen mit Handarbeit beschäftigt. Wer wollte, konnte Kuchen, Döner, gefüllte Weinblätter oder andere türkische Spezialitäten essen. Auch die Räumlichkeiten, in denen gemeinsam gebetet, aber auch die Freizeit verbracht wird, zeigten die Gemeindemitglieder.

Das Fest des Moscheevereins war zwar klein, aber mit bei 42 Mitgliedern hätte wohl auch niemand ein riesiges Volksfest erwartet.

Die Kritik der Nachbarn und der Politik nahm der Verein ernst. Sie bemängelten 2010, dass niemand so recht weiß, wer eigentlich hinter dem schwammigen Namen „Walsumer Bildungs-, Kultur- und Sportverein“ steckt. Georg Berner, SPD-Ratsherr aus Walsum, lobte die Bemühungen, aber so recht überzeugt war er von den Absichten des Vereins noch nicht.

 
 

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