Lilli-Marie grast nun auf dem „Weißen Berg“

Neumühler Grundschüler spendeten ein Lamm für die Bosnienhilfe. Das wurde nun getauft

Neumühl/Bijelo Brdo.. „Hvala, draga djeco!“ – „Danke, ihr lieben Kinder!“ – so der herzliche Dank von Bauer Pejic, den er aus Bosnien nach Neumühl schickt.

Seit Jahren sammeln Kinder der Barbaraschule an der Gartenstraße Geld, um Schafe zu kaufen. Die gehen dann an bedürftige Familien in Bosnien-Herzegowina.

Der Mann, der die Lämmer nach Bosnien bringt, heißt Heribert Hölz. Seit 20 Jahren macht er das, der Initiator der Duisburger Bosnienhilfe der Caritas. So gut, dass ihm das Erzbistum in der einstigen Olympiastadt Sarajevo ein Denkmal dafür gesetzt hat. Im aktuellen Fall lieferte Hölz ein Lämmchen der Barbaraschüler in „Bijelo Brdo“ (Weißer Berg) ab. In der grünen Sava-Ebene, der „Posavina“.

Hierher, wo serbische Milizen vor 20 Jahren Katholiken und Muslime vertrieben oder einfach umbrachten, ist der gläubige Katholik Pejic mit seiner Frau zurückgekehrt. Sie waren damals vor „Tschetniks“, den serbischen Paramilitärs, nach Kanada geflohen. Nun, im Frieden, kam Pejic zurück. Weil er die letzten Jahre seines Lebens dort verbringen will, wo er geboren wurde: In der viel besungenen fruchtbaren Hügellandschaft jenseits der Sava – einst eine wohlhabende Region.

Milch wird das Schäfchen spenden, aus der Pejic selbst herzhaften Käse herstellen kann. Getauft wurde das Lamm – wie Hölz in Neumühl versprochen hatte – auf den Namen „Lilli-Marie“. Wer auch helfen will, bekommt nähere Informationen dazu unter: 02845/ 5686.

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