Lehrer wollen keinen Massenbetrieb

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Duisburg-Beeck.. Rechtzeitig vor dem für Anfang Februar anberaumten Runden Tisch zum Thema Ge­meinschaftsschule im Duisburger Norden meldet sich der Lehrerrat der Gustav-Stresemann-Realschule in Beeck zu Wort - und erteilt dem Schulversuch eine klare Absage.

Dirk Winkelmann, Leiter der benachbarten Theodor-König-Gesamtschule, hatte schon im vergangenen Jahr angeregt, in Beeck eine gemeinsame Stadtteilschule einzurichten. Vor dem Hintergrund des neuen Schulversuchs hatte er jetzt er­neut vorgeschlagen, dem in den nächsten Jahren drohenden Schulsterben als Folge sinkender Schülerzahlen durch rechtzeitigen Zusammenschluss aller weiterführenden Schulen in Beeck zuvorzukommen. Gesamtschule, Realschule und die Förderschule für Lernen sollten sich gemeinsam um Teilnahme an dem Schulversuch bewerben.

Das kommt für den Lehrerrat der Realschule nicht in Frage. Vielmehr habe sich das Kollegium der Gustav-Stresemann-Realschule einstimmig für den Erhalt der Schule in ihrer jetzigen Form ausgesprochen. Die Schule genieße als „Schule im Stadtteil“ seit über 100 Jahren einen hervorragenden Ruf. Sie werde auch in den nächsten Jahren jeweils drei neue Eingangsklassen bilden können. El­tern, die ihre Kinder dort an­melden würden, entschieden sich ganz bewusst für die Real- und gegen die Gesamtschule.

„Unsere Schule ist kein Massenbetrieb, sondern eine überschaubare Schule, in der man den Einzelnen nicht so leicht aus den Augen verliert“, schreiben sie. Sie fördere Schüler auf mittlerem Niveau und biete eine solide Voraussetzung für den Besuch der gymnasialen Oberstufe. Ihre Abgänger würden auch die Oberstufe der Theodor-König-Gesamtschule mitprägen. Gleichzeitig bereite die Realschule aber auch zielgerichtet auf technisch-praktische und kaufmännische Berufsausbildungen vor. Ihre Absolventen würden bevorzugt eingestellt.

Unterschiedliche Lernniveaus durch geeignete Unterrichtsmethoden ausgleichen zu können, was Winkelmann als Vorzug der neuen Schulform ge­nannt hatte, „nach diesem me­thodisch-didaktischen Prin­zip arbeiten wir“, so der Lehrerrat. Die Realschule sei fest in Beeck verwurzelt, ihr Bestand nicht gefährdet. Sich da einen ungewünschten Schulversuch aufzwingen zu lassen, bringe nichts. Man will für die Schule zu kämpfen.

 
 

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