Keine Flüchtlingsunterkunft an der Goethestraße in Aldenrade

Das Pfarrheim St Ludgerus / Aldenrade wird nicht zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut.
Das Pfarrheim St Ludgerus / Aldenrade wird nicht zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut.
Foto: Fabian Strauch
Stadt Duisburg macht ein Rückzieher. Kirchengemeinde St. Dionysius ist irritiert. Jetzt sind neue Ideen gefragt. Jeder soll sich einbringen.

Aldenrade..  Ratlosigkeit, aber auch eine gewisse Sprachlosigkeit macht sich in der katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius breit. Der Grund: Die Stadt hat der Gemeinde im Oktober, so das Redaktionsteam im aktuellen Kirchen-Journal, „im Oktober überraschend“ mitgeteilt, dass „es zu keiner Realisierung des Projektes kommt“. Gemeint ist: Eine Flüchtlingsherberge im alten Gemeindehaus St. Ludgerus an der Goethestraße.

Auf Anfrage unserer Redaktion hat die Stadt Duisburg bestätigt, dass sie die Räume nicht mehr benötigt. Es gebe „keinen Bedarf mehr“. Grund ist der geringere Zustrom von Flüchtlingen im zu Ende gehenden Jahr. Somit werden weniger Unterkünfte benötigt, weshalb unter anderem auch Schulstandorte als Notunterkünfte geschlossen werden sollen.

Ratlos ist man in der Kirchengemeinde, weil man nun nicht weiß, was mit den ungenutzten Räumen geschehen soll. Gut eineinhalb Jahre sei verhandelt und geprüft worden, und nun passiert: nichts. Das macht sprachlos, hatte man sich doch fest darauf verlassen, dass die Stadt Duisburg zu ihrem Wort steht. Bei Pfarrer Knoor wie auch im Kirchenvorstand stieß diese Entscheidung auf Unverständnis. Zumal der Politik in Walsum noch im Frühjahr berichtet worden war, der Standort Goethestraße komme im Oktober 2016.

„Jetzt fangen wir wieder neu an zu planen“, sagte Pfarrer Werner Knoor im Gespräch mit unserer Zeitung. Er selbst hat im Moment keine Idee, wie man die Räume und das große Freigelände künftig nutzen kann. Deshalb hat er den Pfarreirat und den Kirchenvorstand um Hilfe gebeten. Aber nicht nur die Gremien, jeder Bürger solle Anregungen liefern. Dabei gebe es keine Denkverbote, solange zwei Regeln eingehalten würden: 1.) Die neue Nutzung muss für die Pfarrei zukunftsorientiert sein. 2.) Die Nutzung muss dem christlichen Auftrag entsprechen.

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