Kein Geld - Duisburg-Marxloh bleibt im Advent wohl wieder dunkel

Gregor Herberhold
Ein schön beleuchtetes  Haus an der Stockholmer Strasse in Marxloh.
Ein schön beleuchtetes Haus an der Stockholmer Strasse in Marxloh.
Foto: Friedhelm Geinowski
Alle Jahre wieder: Wenn die Adventszeit vor der Tür steht, fragt sich mancher in Duisburg-Marxloh, ob denn wohl auch dort eine festliche Beleuchtung installiert wird. Vor zwei Jahren fiel sie ganz aus, vergangenes Jahr gab es die altbekannte. Dieses Jahr steht wieder alles in den Sternen.

Walsum/Hamborn/Meiderich. Die gute Nachricht vorweg: In Walsum wird es wieder die Riesentanne zur Weihnachtszeit geben, Hamborn und Meiderich erstrahlen ebenfalls im gewohnten Lichterglanz. Nun die schlechte: Marxloh wird vermutlich stockdunkel bleiben. Nur am Marxloh-Center wird es eventuell ein klein wenig Festbeleuchtung geben.

Eine wahnsinnig aufwendige Weihnachtsbeleuchtung hatte Marxloh schon lange nicht mehr. 2012 blieb es sogar ganz duster – niemand im Ortsteil hatte sich um die Beleuchtung der Einkaufsbereiche gekümmert. Als das auffiel, war es zu spät, die Beleuchtung aufzuhängen, obwohl Geschäfts- und Privatleute ein paar Tausend Euro als Zuschuss zur Verfügung gestellt hatten.

Keine Rückmeldung von Kaufleuten

Sofort zu Beginn des Folgejahres wollte man sich dafür einsetzen, dass Marxloh künftig im Lichterglanz erstrahlt, hieß es. Verschiedene Akteure im Stadtteil, darunter Verantwortliche vom Runden Tisch Marxloh, kündigten Großes an: So sollten Lichternetze angeschafft werden, die ganzjährig genutzt werden könnten, auch für türkische Feste. Ein Traum, der nicht in Erfüllung ging: Ende 2013 wurde mit Mühe und Not die alte Beleuchtung am August-Bebel-Platz wieder installiert, dazu kamen ein paar Lichterketten an der Kaiser-Wilhelm-Straße und einige glitzernde Adventskörbe am Pollmanneck.

Für dieses Jahr sieht’s wieder ganz duster aus: Im Gespräch mit unserer Redaktion stellte der Runde Tisch klar, dass er kein Geld habe – die Beleuchtung also wahrscheinlich ausfalle. Man habe Kaufleute angeschrieben, aber keine Rückmeldung erhalten.

Unsere Redaktion sprach daraufhin mit dem Tiad (eine Organisation von Geschäftsleuten in Duisburg und Umgebung mit Sitz in Marxloh), ob er sich, wie schon 2012, finanziell beteiligen werde. Tiad-Vorsitzender Özcan Yavuz kann sich im Moment nicht vorstellen, eine Weihnachtsbeleuchtung mit zu finanzieren: Zum einen kämen nur wenige Tiad-Mitglieder aus Marxloh, zum anderen sei man mit der Arbeit des Runden Tisches nicht wirklich zufrieden. Unter anderem habe man nie erfahren, wie der Zuschuss aus dem Jahr 2012 verwendet worden sei. Trotzdem: „Wenn wir gefragt würden, würden wir helfen.“ Yavuz ist aber grundsätzlich der Meinung, dass in erster Linie die Marxloher selbst zahlen sollten.

Sterne, Tannen und Lichterketten 

In Meiderich werden auf der Basarstraße wieder Sterne installiert. Zudem stellt der Bezirk acht Tannen auf, die teilweise beleuchtet und geschmückt werden (Spichernplatz, Ewaldi-Kirche, Markt Laar, Bahnhof Meiderich, Wilhelmplatz, Hagenshof, Oberhof, Schwalbenplatz).

In Hamborn stellt der Bezirk fünf Bäume auf (Markt Marxloh, Amtsgericht, Bezirksrathaus, Altmarkt und Ecke Kaiser-Friedrich-/Untere Holtener Straße). Teilweise werden die Bäume beleuchtet, die Marxloher Tanne will SPD-Ratsherr Manfred Slykers in Eigenregie schmücken – er ist die ewigen Diskussionen über den trostlosen Baum leid. Zudem stellen die Kaufleute 250 Tannen auf und beleuchten die Jägerstraße und den Altmarkt.

In Walsum gibt es zwei Bäume (Friedrich-Ebert-und Franz-Lenze-Platz) sowie die Lichtinstallation am Bezirksrathaus.