Initiative ruft zu „Glocken-Protest“ auf

Am Donnerstag demonstrierten Kinder von St. Barbara zur Schließung der Kirche St. Barbara. Sie bildetet eine Kette aus Kinder von der Grundschule Röttgers bis zur Kirche St. Barbara. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
Am Donnerstag demonstrierten Kinder von St. Barbara zur Schließung der Kirche St. Barbara. Sie bildetet eine Kette aus Kinder von der Grundschule Röttgers bis zur Kirche St. Barbara. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
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Um Punkt 12 Uhr sollen die Glocken aller katholischen Kirchen für 10 Minuten läuten

Duisburg-Hamborn.. Noch ist nicht klar, wie die Zukunft der katholischen Kirchengemeinden St. Barbara und St. Norbert nach 2015 aussehen wird.

Genaueres dazu will der Bischof Franz-Josef Overbeck erst sagen, nachdem er Anfang 2012 die betreffenden Gemeinden im Duisburger Norden persönlich besucht hat. Die Initiative zur Kirchenrettung im Norden, jedenfalls, will heute vor dem Weihnachtsfest noch einmal ein lautstarkes Signal gegen geplante Kirchenschließungen setzen und rechnet mit großer Resonanz – auch im übertragenen Sinne.

„Die Pläne des Ruhrbischofs, nach denen in Duisburg erstmals eine ganze Pfarrei zerschlagen werden soll, ohne Rücksicht auf die sozialen und spirituellen Folgen“, sagt Angelika Hoffmann Sprecherin der Initiative, „haben auch katholische Christen im gesamten Bistum Essen, aber auch darüber hinaus in Unruhe versetzt.“ Die Aktivisten hätten viel Zuspruch für ihren harten Kurs gegen Politik des Bischofs erhalten. „Sehr oft wurde dabei der Wunsch an uns herangetragen, den Protest zu unterstützen und ein Zeichen der Solidarität zu senden“, schreiben Mitglieder der Initiative weiter in einer Pressemitteilung. Hierzu haben interessierte Gemeinden am Mittwochmittag Gelegenheit, wenn um Punkt 12 Uhr die Glocken aller katholischen Kirchen für 10 Minuten läuten sollen. „Mit dieser eher ruhigen und spirituellen Form des Protestes kurz vor Weihnachten, wollen wir dem Bischof demonstrieren, wie stark die Einigkeit unter den Katholiken des Bistums und im ganzen Land ist“, sagt Hoffmann.

Die Aktion soll bis zu einer endgültigen Entscheidung des Bischofs jeden Mittwoch fortgesetzt werden.

 
 

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