Immeo baut in Obermarxloh an der Halfmannstraße

Bis an der Halfmannstraße dann die Baumaschinen rollen, wie auf diesem Themenbild, ist noch nicht klar. Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
Bis an der Halfmannstraße dann die Baumaschinen rollen, wie auf diesem Themenbild, ist noch nicht klar. Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
Foto: FUNKE Foto Services
Auf dem 13 000 Quadratmetern großen Gelände zwischen Halfmann- und Rückertstraße soll für Obermarxloh Wohnraum geschaffen werden.

Hamborn..  Keine einzige Wortmeldung gab es jetzt bei der Bürgeranhörung zum Bebauungsplan Halfmannstraße.

Der B-Plan umfasst ein 13 000 Quadratmeter großes Gelände zwischen Halfmann- und Rückertstraße. Immeo-Wohnen will die bisherige Brachfläche in Obermarxloh bebauen. Dazu präsentierte ein von Immeo beauftragtes Planungsbüro drei verschiedene Varianten.

Sie waren zwischen SPD einerseits und CDU sowie Wählergruppe SGU (Sozial - Gerecht - Unabhängig) andererseits umstritten.

Mit der Planung soll der wachsenden Nachfrage nach Wohnraum in Obermarxloh begegnet werden. Dazu wurde ein Gelände ausgewählt, auf dem jahrzehntelang Zechenhäuser gestanden haben. Sie wurden aber schon vor vielen Jahren abgerissen. Bezirksbürgermeister Uwe Heider (SPD) konnte sich denn auch nur daran erinnern, vor etwa 15 Jahren zuletzt über eine Bebauung diskutiert zu haben.

Ob aber hauptsächlich Eigenheime oder etwa in gleichem Verhältnis Eigenheime und Geschosswohnungen gebaut werden, das war unter den Bezirksvertretern umstritten.

CDU und SGU favorisierten Variante eins. Sie sieht 36 Eigenheime und 20 Geschosswohnungen vor. Danach entstünden an der Halfmannstraße Reihenhäuser. Im Hinterland zur Rückertstraße hin würden Doppelhaushälften und frei stehende Einfamilienhäuser gebaut.

An der Rückert­straße selbst würden Doppelhaushälften entstehen. Im Zipfel zur Weberstraße hin könnten vier Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Eine zickzack-förmige Erschließungsstraße würde beide Straßen verbinden. Die SPD favorisierte die zweite Variante. Sie sieht je 32 Eigenheime und 32 Geschosswohnungen vor. Entlang der Halfmannstraße würden hinter einem Streifen mit Parkplätzen drei Mehrfamilienhäuser entstehen, ebenso zentral im Hinterland ein größeres Gebäude mit elf Wohnungen.

Beiderseits wären frei stehende Ei­genheime vorgesehen und an der Rückertstraße Reihen- und Doppelhäuser. Zwei Stichstraßen von der Halfmannstraße aus würden das Hinterland der Baumaßnahme erschließen.

Variante drei mit 38 Geschosswohnungen und 28 Eigenheimen fand gar keinen Zuspruch. Die Geschosswohnungen liegen dabei an der Halfmannstraße und im zentralen Hinterland. Das wiederum würde von einer Ringstraße erschlossen. Reihen- und Doppelhäuser lägen überwiegend an der Rückertstraße.

Zwischen den Parteien in der Bezirksvertretung Hamborn war die Art der Bebauung an der Halfmannstraße umstritten.

„Wir brauchen nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Mietwohnungen.“ Damit votierte SPD-Sprecher Sebastian Haak für Variante zwei. „Der zentrale Block mittendrin stört aber“, fand dagegen Ratsherr Karlheinz Hagenbuck (SGU). „Er schreckt Einfamilienhaus-Käufer ab“, unterstützte ihn Marcus Jungbauer (CDU).

Noch nicht festlegen mochten sich Linke und Grüne. „Ich sehe Bedarf an neuen, modernen Sozialwohnungen“, sah Herbert Fürmann (Linke) die Vorzüge von Variante zwei. Andererseits missfiel ihm der lange Parkstreifen an der Halfmannstraße dabei. Seine Fragen an den Vertreter von Immeo-Wohnen blieben unklar beantwortet. Fürmann wollte wissen, ob Immeo Mietwohnungen, Sozialwohnungen oder Eigentumswohnungen plane oder ob gar Reihenhäuser als Eigentumswohnungen dort vorgesehen sind.

„Darüber haben wir noch keine genauen Vorstellungen“, erwiderte ihm der Vertreter des Wohnungsunternehmens.

Am Ende folgte die Bezirksvertretung dem Rat von Stadtplaner Bernd Welke, sich noch nicht auf eine Variante festzulegen. Möglicherweise ergebe ja das Planungsverfahren, dass daran noch einige Änderungen gemacht werden müssten.

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