Grundstein fürs neue Pfarrheim in Duisburg-Aldenrade gelegt

Zur Grundsteinlegung hatte die Gemeinde St. Dionysius zur Josef-Kirche eingeladen. Pfarrer Herbert Werth bei der Zeremonie.
Zur Grundsteinlegung hatte die Gemeinde St. Dionysius zur Josef-Kirche eingeladen. Pfarrer Herbert Werth bei der Zeremonie.
Foto: Funke Foto Services
Zum 100. Geburtstag der einstmals selbstständigen Kirchengemeinde St. Josef/Aldenrade spendierte das Bistum ein neues Haus. Einweihung nächstes Jahr.

Aldenrade..  Die katholische Großgemeinde St. Dionysius hat am Sonntag den Grundstein für das neue Pfarrheim St. Josef an der Kolping­straße gelegt. Ausgerechnet als der Festakt im Freien stattfinden sollte, setzte wieder Regen ein. Diakon Robert Lendzian schaute beim Verlassen der Kirche kurz zum Himmel und rief der Gemeinde schmunzelnd zu: „Und der Segen kommt von oben.“

Bau kostet 1,2 Millionen Euro

Bekanntlich hat Bischof Felix Genn der einstigen selbstständigen Kirchengemeinde St. Josef zum 100-jährigen Bestehen das neue Gebäude spendiert – wir berichteten. 1,2 Millionen Euro wird es kosten. Während des Jubiläumsfestes im Juni dieses Jahres fand der erste Spatenstich statt. Bevor gebaut werden konnte, musste zunächst noch das alte Schwesternheim abgerissen werden. Auf dessen Grund und in einem Teil des Kirchgartens wird nun gebaut.

Auf einer Fläche von rund 37 mal 16 Metern entstehen ein großer Veranstaltungssaal, Büroräume, Sanitäranlagen und Lagerflächen. Geheizt wird das Haus mit moderner Technik - sprich einer Wärmepumpe. Teile der Wände werden mit Rauputz gestaltet. Außerdem ist eine Verklinkerung vorgesehen – welcher Farbton gewünscht wird, muss noch festgelegt werden. Das Gebäude wird ein Flachdach bekommen, es ist nicht unterkellert.

Bereits vor Weihnachten soll der Rohbau stehen, im kommenden Sommer will die Gemeinde das Haus eröffnen. Und Robert Lendzian möchte dort Ende Juli seinen 80. Geburtstag feiern, wie er die Gottesdienstbesucher wissen ließ.

In der Wand neben dem künftigen Gebäudeeingang wurde am Sonntag eine Kupferrolle mit verschiedenen Dokumenten, einer Tageszeitung und dem Bauplan eingemauert. Pfarrer Helmut Werth durfte den ersten Stein setzen.

Das neue Haus soll allen Gemeindemitgliedern, jung und alt, zur Verfügung stehen. Es wird den Namen Adolph Kolpings tragen. Das alte Pfarrhaus (rechts neben der Kirche) indes wird nicht, wie ursprünglich geplant, abgerissen: Es soll Flüchtlingen künftig als Bleibe dienen, berichtete Herbert Werth.

Klar Position beziehen

Der Pfarrer ging im Festgottesdienst übrigens auch auf die Terroranschläge in Paris ein. Man solle „die Willkommenskultur verstärken“, sagte Werth mit Blick auf die Asylbewerber. Und damit beweisen, dass man Nächstenliebe lebe, dass „wir Menschen des Friedens sind. Wir müssen uns ganz klar positionieren und sagen, dass wir jeglichen Terror und Gewalt ablehnen“.

 
 

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