Großes Kirchweihfest startet in Duisburg-Aldenrade

Die Kirche St.Ludgerus in Aldenrade. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
Die Kirche St.Ludgerus in Aldenrade. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
Foto: WAZ-Fotopool

Duisburg-Aldenrade..  Vor 50 Jahren eröffnete die katholische St. Ludgeruskirche in Walsum. Die „goldene Kirchweih“ feiern die zur Pfarrgemeinde St. Josef gehörenden Gläubigen mit ihren Pfarrern Herbert Werth und Mate Vukoja am 1. Juli.

Trotz des runden Geburtstages des Gotteshauses ist man in der Gemeinde nicht ganz fröhlich gestimmt: Denn mit Ende dieses Jahres verliert St. Josef seine Selbstständigkeit und wird in die Gemeinde St. Dionysius „zurückgeführt“, so der offizielle Sprachgebrauch.

Tatsächlich ist St. Josef aus der Walsumer Urgemeinde Dionysius hervorgegangen. Als die Industrialisierung begann, wuchs die Zahl der Kirchenmitglieder rasant an, weshalb sich St. Josef von St. Dionysius abspaltete. Walsum wuchs – unter anderem wegen des Bergbaus – auch in den 1950er und 60er Jahren rasch weiter.

Und so war die Gemeinde St. Josef bald auch schon wieder zu groß geworden. Die nächste Abtrennung erfolgte: Es entstanden St. Ludgerus und St. Juliana in Wehofen.

Bis zum Jahr 2001 war St. Ludgerus mit jetzt 2900, zu Hochzeiten aber 3500 Mitgliedern eine selbstständige Pfarrei. Als die Mitgliederzahlen sanken, schloss sie sich zunächst mit St. Josef und St. Juliana zu einer Seelsorgeeinheit zusammen, um 2005 mit St. Josef zu fusionieren. Nun also steht der nächste und letzte Zusammenschluss an. In der kommenden Weihnachtszeit entsteht die „Großgemeinde St. Dionysius“, die dann rund 16000 Gläubige zähle, so Bernhard Multer, Kirchenvorstand von St. Ludgerus.

Als sich Walsum in den 1950er Jahren zur Boomtown entwickelte, entsandte der damalige Bischof von Münster, Michael Keller, den damaligen Kaplan und späteren Pfarrer Franz Bütfering nach Aldenrade mit der Aufgabe: „Gründen Sie in den neuen Wohngebieten eine Pfarrgemeinde.“ Zwar hatte der Kirchenmann rasch Erfolge vorzuweisen, aber ein Gotteshaus fehlte. Wegen der Finanzierungsprobleme konnte der Bau der Kirche erst 1960 beginnen. „Voller Freude fand die Grundsteinlegung am 30. Oktober 1960 statt“, berichtet Multer. Die Einweihung nahm Bischof Heinrich Tenhumberg am 5. Mai 1962 vor. „Endlich haben wir ein eigenes Gotteshaus“, frohlockte die Gemeinde.

Und dazu noch ein ganz modernes: „Man kann mit Recht behaupten, dass die Ludgeruskirche nicht nur für Walsum, sondern darüber hinaus schon damals Vorbild moderner Kirchbaukunst war“, sagt Bernhard Multer. Die Idee für diese Art Sakralbau stammt von Diözesanbaumeister Hans Schädel aus Würzburg. Von dem Gebäude war auch Subregens Werner Thissen, jetziger Erzbischof von Hamburg, so begeistert, dass er zu Mate Vokuja bei dessen Amtseinführung 1978 sagte: „Sie kommen in die schönste moderne Kirche im Bistum Münster.“

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen