Gesamtschule in Duisburg-Ruhrort feierte 25-jähriges Bestehen

Oliver Kühn
Herzlichen Glückwunsch!
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Foto: WAZ FotoPool
Die heute nach Aletta Haniel benannte Gesamtschule im Hafenstadtteil Ruhrort feierte das 25-jährige Bestehen. Hunderte Besucher pilgerten zu der Bildungsstätte.

Duisburg-Ruhrort.  Die Turnhalle ist eine Partyzone. Auf der Bühne rockt eine Band unter dem Jubel ihrer Fans ab, sie spielt gerade „Seven Nation Army“ von den den White Stripes. Daneben erklimmen Kinder und Jugendliche Kletterwände, spielen Basketball oder gewinnen Preise bei Kirmesspielen.

Zum 25. Geburtstag der Aletta-Haniel-Gesamtschule haben sich Lehrer und Schüler viel einfallen lassen. Welchen Raum man auch betritt, überall gibt es etwas zu sehen: Tanzvorführungen, Schattentheater, Kunstausstellungen und Filme. Außerdem Kinderschminken und naturwissenschaftlichen Experimenten, bei denen es zischt und knallt.

Im Gewimmel Hunderter Menschen ist Schulleiterin Christa Klingen unterwegs. Sie freut sich über das gelungene Jubiläumsfest. „Früher war ich hier selbst Schülerin, als es noch das Käthe-Kollwitz-Gymnasium war“, sagt sie und eröffnet so ein Gespräch über die Geschichte der Schule. Ihre Wurzeln gehen zurück ins Jahr 1848, als in Ruhrort eine private höhere Mädchenschule gegründet wurde, die 1900 an die damals eigenständige Stadt überging. Nach der Eingemeindung Ruhrorts hieß sie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Kaiserin-Auguste-Viktoria-Schule.

Den Namen von Käthe Kollwitz trug sie seit 1947, bis die Stadt Duisburg das Gymnasium auslaufen ließ und 1987 die Gesamtschule Homberg/Ruhrort mit zwei Abteilungen gründete. Schließlich entstanden daraus im Jahr 1993 zwei eigenständige Gesamtschulen.

Räumlich an Grenzen gelangt

Seither hat sich viel getan, darunter die Übernahme der aufgelösten Carpschule (1996) und die Oberstufen-Kooperation mit der Gesamtschule Beeck (1999). Das wohl bedeutendste Ereignis ist die Kooperation mit dem Konzern Haniel. Vor drei Jahren brachte er das Aletta-Haniel-Programm an die Karlstraße, das die Schule im letzten Jahr inspirierte, ihren Namen zu ändern. „Das ist ein Programm zur Berufsvorbereitung und hilft Schülern zu einem besseren Abschluss oder überhaupt zu einem Abschluss.“

Stolz ist Christa Klingen darauf, dass etwa 40 Nationen unter den 1001 Schülern vertreten sind und dass auch das 80-köpfige Kollegium multinational ist. Für ihr Engagement und die Leistungen in diesem Bereich zeichnete Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Schule aus.

Dass in den letzten zwei Jahren Schülerrekorde zu verzeichnen sind, darüber freut sich Klingen. Aber räumlich sei man nun an Grenzen gelangt.