Geben ist seliger denn nehmen

Am Mittwoch, den 18.1.2012 wurde der diesjährige Grillo-Preis verliehen. die Verleihung fand in der Gesamtschule Herbert Grillo, Diesterweg 6, statt. Verliehen wurde sie an das Bücherei-Team. v.l. Evin Duran, Herve Erdem, Rabia Bekar, Hava Mamuti, Celine Sprengler, Luka Wiesner, Gabriela Grillo, Jaqueline Birkenfeld, Dominik Spörer, Cigdem Sipahioglu Foto: Udo Milbret/WAZ-FotoPool
Am Mittwoch, den 18.1.2012 wurde der diesjährige Grillo-Preis verliehen. die Verleihung fand in der Gesamtschule Herbert Grillo, Diesterweg 6, statt. Verliehen wurde sie an das Bücherei-Team. v.l. Evin Duran, Herve Erdem, Rabia Bekar, Hava Mamuti, Celine Sprengler, Luka Wiesner, Gabriela Grillo, Jaqueline Birkenfeld, Dominik Spörer, Cigdem Sipahioglu Foto: Udo Milbret/WAZ-FotoPool
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Acht Kinder erhielten in der Mensa der Schule den Herbert-Grillo-Preis für soziales Handeln, natürlich aus den Händen von Gabriela Grillo.

Duisburg-Marxloh.. „Geben ist seliger als Nehmen“, steht schon in der Bibel. Genauso ist es auch mit dem ehrenamtlichen Engagement für Andere.

Acht Schüler der Herbert-Grillo-Gesamtschule haben lieber gegeben als genommen. Besser gesagt: Die Pennäler haben Bücher aus der Schulbibliothek ausgegeben und entgegen genommen. Freiwillig ehrenamtlich, versteht sich. Dafür erhielten die Kids in der Mensa der Schule den Herbert-Grillo-Preis für soziales Handeln, natürlich aus den Händen von Gabriela Grillo, Marxloher Unternehmerin, Preisstifterin und Tochter des Namensgebers der Schule, Herbert Grillo.

Aber wer sind die kleinen Helfershelfer, die Britta Hillebrand, Lehrerin für Deutsch und Sprachförderung, seit zwei Jahren bei der Ausleihe beständig und emsig zur Hand gehen? Da ist zunächst einmal Jaqueline. Das Mädchen ist 13 und besucht die siebte Klasse. „Sie kennt sich wunderbar mit den Karteikarten der Bücherei aus Sie sortiert sie aus und ein, ganz blitzschnell nach dem Alphabet, füllt sie aus“, weiß „Bücherei-Direktorin“ Hillebrand. „Sie spricht die Kinder auch an, welches Buch sie möchten und wie lange!“

Dann gibt es da noch Celine (12), Merve (12) und Rabia (13), wie Jaqueline aus der siebten Klasse uns vier andere. Sie pflegen die Bücherei, räumen auf, binden Bücher neu ein , beschriften sie, sortieren alte Bücher aus und neue ein. „Und natürlich stempeln die Schüler alle Bücher bei der Ausleihe“, schmunzelt Brigitte Hillebrand: „Das machen die Kinder immer am liebsten.“

Besonders viel Einsatz zeigen die Mädchen und Jungen beim Tag der Offenen Tür für Grundschüler und ihre Eltern, wie gestern oder in jedem November. „Dann sind meine Helferkinder ganz besonders aktiv“, sagt die Pädagogin stolz. „Sie übernehmen vollständig das Programm, begrüßen die jüngeren Kinder, führen sie durch die Bücherei, stellen Bücher vor und lesen aus ihnen vor. Das machen sie alles ganz selbstständig, einen ganzen langen Tag lang. Ganz konsequent, konzentriert und diszipliniert.“

Die Kinder wollten wirklich zupacken, hat die Leiterin der Schülerbücherei beobachtet. „Da gibt es auch ganz viele Interessierte, die mich ständig fragen: Frau Hillebrand, wann ist die Bücherei offen? Kann ich kommen? Kann ich helfen? Kann ich nicht heute mehr tun?“ Viele Bücher liehen die Pennäler nicht nur zum Lesespaß aus. „Schließlich ist es meine Intention, bei den Kindern Lesefreude zu wecken. Aber sie begreifen auch sehr schnell, dass Ihnen die Bücher beim Lernen helfen.“ Karl May und Astrid Lindgren sind out, Sachbücher, Harry Potter und Gregs`Tagebuch in. „Wir schaffen es auch immer wieder, neue, moderne, aktuelle und tolle Bücher für Kinder und Jugendliche anzuschaffen“ Die Schülerbücherei ist dreimal in der Woche geöffnet: montags, mittwochs und donnerstags, von 13.30 bis 14.10 Uhr.

 
 

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