Freizeittaucher Obermeiderich stopfen Leck in Tauchbecken mit Plastiktüte

Die Fertigstellung des Tauchbeckens der Freizeittaucher Obermeiderich war nicht immer einfach. Nachdem das Becken noch rechtzeitig vor der Schneeschmelze fertiggestellt wurde, verschwand durch einen kleinen Riss ein paar Tausend Liter Wasser. Foto: privat
Die Fertigstellung des Tauchbeckens der Freizeittaucher Obermeiderich war nicht immer einfach. Nachdem das Becken noch rechtzeitig vor der Schneeschmelze fertiggestellt wurde, verschwand durch einen kleinen Riss ein paar Tausend Liter Wasser. Foto: privat
Der Anstieg des Grundwassers durch die Schneeschmelze gefährdete im vergangenen Jahr die Fertigstellung des Tauchbeckens der Freizeittaucher Obermeiderich. Am Ende ist alles gut gegangen. Doch dann wurde ein Riss in einem Zulaufrohr entdeckt.

Duisburg-Obermeiderich. Vor genau einem Jahr bibberten die Freizeittaucher aus Obermeiderich: Nicht nur, weil es damals recht kühl war. Sondern auch, weil unsicher war, ob sie rechtzeitig vor der Schneeschmelze und dem damit einsetzenden Hochwasser der Ruhr ihr unterirdisches Tauchbecken gefüllt bekämen.

Das war aber notwendig, weil das Bassin mit 16 Millionen Liter Fassungsvermögen durch das bei der Schneeschmelze ansteigende Grundwasser wie ein Schiff hochgedrückt worden wäre. Dabei hätte der Beton reißen können, wenn kein Gegengewicht da gewesen wäre. Um es abzukürzen: Alles ging gut. Die künstliche Unterwasserlandschaften, das Piratenschiff, eine versunkene Stadt, ein Friedhof und alle anderen Einbautenwurden rechtzeitig fertig, so dass das Becken im April geflutet werden konnte.

Eine Plastiktüte dichtet ein Leck in einem Zulaufrohr ab

Tagelang liefen dicke Feuerwehrpumpen rund um die Uhr, um 16 Millionen Liter Grundwasser ins Becken zu befördern. Mitte April war es dann so weit: Zum ersten Mal konnten die beiden Tauchverrückten Rudi di Bartolomeo und Marcel Feldhaus in den dicken Neoprenanzug schlüpfen und eine erste Runde im selbstgeschaffenen Tauchcenter drehen. Begeisterung machte sich breit - auch unter den Gästen. Dass der 300 Meter lange Tauchgang so spannend würde, damit hatte niemand gerechnet.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es aber doch: Durch ein Leck verschwanden anfangs wöchentlich ein paar Tausend Liter Wasser. Es dauerte Monate, bis die Tauchfreunde die Undichtigkeit gefunden hatten: eine Naht an einem der dicken Zulaufrohre. Dort presste sich das Wasser durch und lief zurück in die Ruhrauen. Das Problem schien unlösbar - doch dann hatte Marcel Feldhaus einen Gedankenblitz: Er stopfte kurzerhand eine Plastiktüte in den Schlitz. Und siehe da: Durch den Druck und Sog verklemmte sich die flexible Folie so dass die Stelle dicht wurde.

Dafür gibt’s eine neue Baustelle: Jetzt wird die Außenanlage auf Vordermann gebracht. Die Fassaden wurden verputzt, ein Anstrich folgt. Außerdem werden die Grünanlagen rundherum aufgehübscht. Auch das passiert wieder unter Zeitdruck. Denn am 16./17. April wollen die Unterwasserfreunde mit ihrem Club das Einjährige mit einer Party feiern.

 
 

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