Förderverein soll Gemeinde retten

Der nun gegründete Förderverein entstand aus der Initiative „Rettet St. Barbara“. Die hatte sich im Zuge der damals angedrohten und heute beschlossenen Kirchenschließungen 2011 gegründet – hier ein Archivbild.. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Der nun gegründete Förderverein entstand aus der Initiative „Rettet St. Barbara“. Die hatte sich im Zuge der damals angedrohten und heute beschlossenen Kirchenschließungen 2011 gegründet – hier ein Archivbild.. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
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Der große Saal der Unterkirche war bei der Gründungsversammlung am vergangenen Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt

Röttgersbach..  Als der Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck Ende Januar 2012 im Hamborner Abteizentrum verlauten ließ, dass die Kirche St. Barbara spätestens 2015 keine Bistumsgelder mehr erhalten wird, war der Schock für die Gemeindemitglieder groß.

Zuvor hatte die Laien-Initiative „Rettet St. Barbara“ monatelang versucht, das drohende Schicksal abzuwenden. Scheinbar ohne Erfolg. Scheinbar deswegen, weil nun in der Gemeinde Vorbereitungen getroffen werden, die Kirche nach 2015 in Eigenregie weiter betreiben zu können.

Zu diesem Zweck war der große Saal der Unterkirche am vergangenen Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt. Über 100 Gemeindemitglieder, darunter auch Eltern des benachbarten Kindergartens St. Barbara, waren der Einladung der Initiatoren und des Gemeinderates gefolgt, um den Förderverein „Rettet St. Barbara“ aus der Taufe zu heben. 63 Menschen traten dem Verein als Gründungsmitglieder bereits an diesem Morgen bei.

Im Stadtteil unverzichtbar

In ihrer Ansprache an die Mitgliederversammlung verhehlte die neu gewählte Vereinsvorsitzende Angelika Hoffmann nicht, dass es bis zur Rettung der Kirche noch ein harter und steiniger Weg sei: „Den es sich aber zu gehen lohnt!“ Sagte auch Alexandra Brans, Hoffmanns Stellvertreterin: „Wenn wir keine Hoffnung hätten, säßen wir heute nicht hier. Diese Kirchengemeinde ist in unserem Stadtteil unverzichtbar.“

Mittelfristig will der Verein die Arbeit der Kirchengemeinde St. Barbara stärken und unterstützen und durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoren die nötigen Mittel zum Unterhalt der Kirche aufbringen. Ziel des Vereins ist es, die Kirche St. Barbara und die Gemeinderäume nach 2015 in eigener Verantwortung zu betreiben und zu unterhalten. Viel Arbeit für den neuen Vorstand um Angelika Hoffmann.

Die ehemalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Pfarrei St. Norbert, Gemeinderatsvorsitzende von St. Barbara und Initiatorin der Proteste gegen den Kirchenkahlschlag wird unterstützt von Alexandra Brans, katholische Grundschullehrerin und Elternbeiratsvorsitzende im Kindergarten St. Barbara. Ihr Ehemann Christian Brans übernimmt den Posten des Schriftführers und ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt Susanne Knist-Rychwalski. Im erweiterten Vorstand ist neben Markus Wojciechowski, der die Gemeinde St. Barbara seit kurzem im Kirchenvorstand der Pfarrei vertritt, auch Pastor Thomas Pulger vertreten. Der Verein führt den Namen „Rettet St. Barbara - Verein der Freunde und Förderer der katholischen Kirche St. Barbara Duisburg-Hamborn“.

 
 

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