Europa? Weit mehr als Merkels Mäkeleien!

Am Freitag, den 11.5.2012 fand im Walther-Rathenau-Berufskolleg, Walther-Rathenau-Straße, ein Europatag statt. Diskussion mit (v.l) Dr. Renate Sommer, MdEP und Schülern Lisa Jabobs, Tobias Ziel, Julia Debitzki Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
Am Freitag, den 11.5.2012 fand im Walther-Rathenau-Berufskolleg, Walther-Rathenau-Straße, ein Europatag statt. Diskussion mit (v.l) Dr. Renate Sommer, MdEP und Schülern Lisa Jabobs, Tobias Ziel, Julia Debitzki Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
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Von wegen, Euro-Krise: EU-Abgeordete zeigten Schülern aus mehreren Ländern, dass das vereinte Europa ihnen großartige Chancen bieten kann

Europa ist krisengeschüttelt, marode, ein bürokratisches Auslaufmodell? Von wegen.

Die Europaabgeordneten Dr. Renate Sommer (CDU) und Jens Geier (SPD) straften diese Klischees und Vorurteile Lügen, besuchten den fünften Europaaktionstag des Kaufmännischen Berufskollegs Walter Rathenau (KBWR) in Hamborn und diskutierten stundenlang mit den interessierten Schülern – natürlich über Europa, die EU, den Euro, die aktuelle Schuldenkrise.

Sommer und Geier gaben vom Lehrerpult aus erst einmal Input in die Klassenbänke, informierten ausführlich über ihre Arbeit im Straßburger Europaparlament oder in der Brüsseler Zentralbehörde, dem Sitz der EU-Kommission. Übrigens alles in englischer Sprache. Die jungen Leute, neben Schülern des Hamborner Berufskollegs auch Gastschüler der fünf befreundeten Partner-Berufsschulen in Polen, Norwegen, Frankreich und den Niederlanden stellten Sommer und Geier etliche Fragen rund um die EU und ihre Institutionen, bildeten dann kleine Arbeitsgruppen und formulierten gegenüber den beiden Abgeordneten ihre Forderungen an eine bessere, optimierte Europa-Politik auf Augenhöhe. Auch im Nebenraum fragten, forderten und diskutierten Berufsschüler. Dr. Pantaleon Giakoumis, Landesgeschäftsführer der Europa-Union NRW, sprach über Berufe, Ausbildungen und Jobchancen im europäischen Ausland, über die wichtige Frage der gegenseitigen Anerkennung von Ausbildungs- und Studienabschlüssen.

Die Schüler erlebten diesen Unterricht der besonderen Art als konkret und informativ.

Noch mehr Informationen zum Sinn und Zweck der EU erhielten die Schüler an den Ständen des bunten Europamarktes im Erdgeschoss der Berufsschule mit rund 2600 Schülern und rund 90 Lehrern. An den Ständen dieser Infobörse waren u.a. die fünf europäischen Partnerschulen, die Europa-Union, Europe Direct Duisburg, die Bundeswehr, der Zoll, Imperial Logistics International Duisburg, Rhenus International Shipping GmbH Duisburg, ThyssenKrupp Steel Europe AG, Fontys Hogeschool Venlo, Hochschule Rhein-Waal Kleve, Universität Duisburg-Essen. Dort machten sich die Schüler u.a. über Auslandpraktika, berufliche Auslandseinsätze sowie Möglichkeiten der Berufs- und Hochschulausbildung in Deutschland und Europa kundig. Schüler des Hamborner Berufskollegs berichteten ihren Klassenkameraden auch über ihre Auslandsaktivitäten, ihre dreiwöchigen Betriebspraktika in den Niederlanden und Polen.

Schulleiter Peter Krommweh: „Ziel unserer Europaaktionstage ist es, unsere Schüler für das Thema Europa zu sensibilisieren und auf Möglichkeiten im europäischen Wirtschaftsraum aufmerksam zu machen.“ Hat geklappt!

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