„Engel von Meiderich“ geehrt

Christian Balke
Der Gemeinschaft in Meiderich verpflichtet: Daniela Stürmann, Bruno Sagurna, Preisträgerin Holthausen-Mader und Mahmut Özdemir.
Der Gemeinschaft in Meiderich verpflichtet: Daniela Stürmann, Bruno Sagurna, Preisträgerin Holthausen-Mader und Mahmut Özdemir.
Foto: Peter Hoppe
Andrea Holthausen-Mader von der SPD im Landschaftspark mit dem „Goldenen Hahn“ ausgezeichnet. Preisträgerin ist eine Frau, die hilft, wo sie kann

Meiderich.  Die glanzvollen Empfänge sind die Sache von Andrea Holthausen-Mader eigentlich nicht. Dennoch machte die Frau, die von der Meidericher SPD mit dem „Goldenen Hahn 2015“ ausgezeichnet wurde, bei der Ehrung im Landschaftspark eine gute Figur.

Das Herz der bekennenden Meidericher Lokalpatriotin hängt ansonsten eigentlich an den Menschen im Stadtteil, die sich selbst nicht helfen können, die Probleme haben, die sie ohne Hilfe nicht bewältigen können.

„Dies macht sie in ihrem Beruf für die Lebenshilfe“, sagt Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann im Gespräch mit der Redaktion, „und in ihrer Freizeit, auch als Administratorin einer Meidericher Facebook-Gruppe. Und dafür haben wir sie jetzt geehrt, was mich auch persönlich ganz besonders freut.“

Bereits am vergangenen Freitag wurde Andrea Holthausen-Mader in der Kraftzentrale des Meidericher Hüttenwerks ausgezeichnet. Die Laudatio hielt der Duisburger Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir.

Goldene Anstecknadel

Er sagte, dass die Auszeichnung nur konsequent sei, wenn man sich die Tradition des „Goldenen Hahns“ vergegenwärtige, der nun zum 15. Mal vergeben wurde: „Bei dieser Auszeichnung geht es vor allem darum, Menschen zu ehren, die sich in besonderer Weise für das tägliche Miteinander von Menschen im Stadtteil engagieren“, sagte Özdemir, „und Andrea Holthausen-Mader tut dies in besonderer Weise.“

Die Auszeichnung – ein kleine goldene Hahnen-Anstecknadel und eine Urkunde – wird zwar von der Meidericher SPD vergeben, die Wahl der Preisträger liegt aber nicht allein bei den Sozialdemokraten: „Das ist ein Punkt, der mir sehr wichtig ist“, sagt Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann.

Die Veranstaltung sei in Meiderich mittlerweile eine derartige Institution, dass fast schon von alleine zahlreiche Vorschläge aus der Bürgerschaft kämen: „Über die Auswahl stimmt dann eine Jury ab, die mit Winfried Lawrenz, Dieter Lesemann und Pfarrer Frank Hufschmidt besetzt ist“, sagt Stürmann.

Eine bessere Preisträgerin als Andrea Holthausen-Mader, sagt die Bezirksbürgermeisterin, habe sie sich auch nicht denken können: „Ihr Engagement beginnt bei ganz kleinen Sachen. Etwa wenn jemand Hilfe bei einem Umzug braucht“, sagt Stürmann, „und findet da Fortsetzung, wo es um wirklich existenzielle Dinge geht.“

Die Preisträgerin selbst blieb bei ihrer Dankesrede bescheiden und lobte ihr Umfeld in Meiderich: „Danke an alle meine Leute, die mir zur Seite stehen und ohne die ich nicht viel bewegen könnte.“