Einzelhandel statt Sparkassenfiliale in Duisburg-Walsum

Diese Sparkassenfiliale am Kometenplatz soll 2017 geschlossen werden.
Diese Sparkassenfiliale am Kometenplatz soll 2017 geschlossen werden.
Foto: Funke Foto Services
Der münchener Immolilienverwalter F & C Reit äußert sich zum geplanten Umzug der Sparkasse und den Mietvertragsverhandlungen mit dder König-Brauerei

Walsum/München..  Die in München ansässige Immobilienverwaltung F & C Reit hat noch keine klare Vorstellung, wie sie die 2017 freiwerdende Sparkassenhalle in Walsum nutzen wird. Das sagte der zuständige Fachmann, Vincent Frommel, am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion.

Sein Unternehmen werde aber auf keinen Fall eine Spielhalle aufnehmen. Vincent Frommel kann sich eher Einzelhandel vorstellen, allerdings keinen Discounter. Solche Betriebe hätten andere Standortwünsche. Er kenne das Umfeld, möchte es als Handelsstandort aufgewertet wissen. Es gebe ja im Umfeld einige gute Läden.

Dass die Sparkasse ausgerechnet diesen Standort aufgeben wolle und den aus seiner Sicht schlechteren an der Friedrich-Ebert-Straße als Anlaufstelle für alle Kunden bevorzuge, versteht er nicht. Allerdings will er der Sparkasse keinerlei Steine in den Weg legen und den gewünschten Anbau auf dem eigenen Parkplatz hinter dem Gebäude gestatten. Er geht jedoch nicht davon aus, dass der Bau tatsächlich Ende 2017 steht. Meist dauerten solche Anbauprojekte länger.

Auch zum König-Pavillon äußerte sich Frommel auf Nachfrage: Die Gespräche wegen der Mietvertragsverlängerung mit der Brauerei seien ausgesprochen schwierig. „Die stellen sich kompliziert an“, sagt der Münchener. Gleichwohl ist ihm daran gelegen, den Pavillon-Betrieb im Moment aufrecht zu erhalten. Allerdings ist er derzeit nicht bereit, einen neuen, langfristigen Mietvertrag abzuschließen. Denn: Er wisse ja nicht, wer nach der Sparkasse ins Gebäude einziehe. Es sei ja nicht auszuschließen, dass ein neuer Mieter die Fläche selbst brauche. Im übrigen sei die Miete für die Kneipe recht günstig. Deshalb poche sein Unternehmen darauf, künftig wirklich alle Nebenkosten zu berechnen. Dazu gehöre alles, was direkt mit der Gaststätte zu tun habe. Reparaturkosten am Gebäude indes wolle man nicht auf die Mieter abwälzen. Das hatte König-Sprecher Marc Baron jedoch anders dargestellt: F & C Reit versuche, auch Reparaturkosten, etwa an der Heizung, auf die Pavillon-Pächter zu übertragen.

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