Eine saubere Sache

Bewusstsein für die Umwelt ist nicht selbstverständlich. Müll entsorgen viele Leute nicht ordnungsgemäß, sondern schmeißen ihn in die Vegetation. Mit einer Aufräumaktion hat Rudolf Kelbassa versucht, die Schüler der Gustav-Stresemann-Realschule in Beeck für das Thema Umwelt zu sensibilisieren.

2008 hat der Rentner und Tauchlehrer mit den Realschülern schon einen Garten auf dem Schulgelände angelegt. Ein wahres Kleinod, das die Schüler respektvoll behandeln. „Hier wirft keiner seinen Müll hin“, weiß der Initiator des Projektes.

So schön wie der kleine Garten sah das kleine Wäldchen dahinter, in der Nähe der Rheinauen, aber bislang nicht aus. Es war eine wilde Müllkippe. „Das hat mich geärgert“, sagt Kelbassa. Dann kam ihm die Aufräumaktion in den Sinn. Kurzerhand sprach er die Idee mit dem Schulleiter ab, schnappte sich 25 Kinder und zog aus, um dem Müll zu Leibe zu rücken. „Mein Anliegen war es, dass wir so das Umweltbewusstsein fördern“, erklärt der engagierte Mann.

Wirkung zeigte die Schocktherapie allemal. Verdutzte und empörte Gesichter machten die Jugendlichen, als sie sahen, wie viel Müll in dem Wäldchen herumlag. Elektrogeräte, Hausrat, Jacken, leere Flaschen und anderer Abfall stapelten sich zwischen den Bäumen.

„Es war kein schöner Anblick“, so Rudolf Kelbassa. Die Schüler teilten seine Meinung und packten kräftig mit an. Die erzieherische Maßnahme war geglückt. Die Jugendlichen schufteten knapp zwei Stunden, bis all der Müll, der sich dort angesammelt hatte, beseitigt war. Keine leichte Aufgabe, aber niemand drückte sich vor der körperlichen Arbeit. „Sauberkeit ist eben wichtig“, waren sich am Ende alle einig, als ein kleiner Lastwagen voll mit Müll vom Hof fuhr.

 
 

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