Ein Schmuckstück für Duisburg-Nord

Die neugestaltete Clauberghalle an der Kampstraße. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
Die neugestaltete Clauberghalle an der Kampstraße. Foto: Udo Milbret/WAZ FotoPool
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Duisburg-Hamborn.. Die neue Clauberghalle ist ein wahres Schmuckstück geworden. Sie wurde für lokale Ereignisse konzipiert und ersetzt damit in kleinem Maße die Rhein-Ruhr-Halle, die vor knapp einem Jahr geschlossen wurde und demnächst abgerissen werden soll, damit ein Factory-Outlet-Center entstehen kann (wir berichteten).

Die alte Schulaula ist kaum noch wieder zu erkennen. Die „Kinobestuhlung“ wurde komplett rausgeschmissen, stattdessen entstanden ähnlich wie in der Walsumer Stadthalle gestaffelte Podeste, die mit Stuhlreihen, aber auch mit Tischen bestückt werden können. So sind die unterschiedlichsten Veranstaltungen möglich: Für Theater- oder Musikaufführungen können bis zu 500 Stühle aufgestellt werden, bei Festlichkeiten wie Saalkarneval oder Tagungen stehen an Tischen 380 Plätze zur Verfügung.

Das Immobilienmanagement Duisburg (IMD) hat die Decke sowie die wunderschöne Wandvertäfelung aus Nussbaum belassen. Das gibt dem Saal ein ganz besonderes Flair „und ist heute wieder modern“, freut sich IMD-Geschäftsführer Uwe Rohde. Außerdem konnte durch diese Maßnahme verhindert werden, dass die Renovierungskosten, die ohnehin schon bei 500.000 Euro lagen, explodierten.

Besonders viel investierte IMD in den Brandschutz, berichtet Rohde. Die gesamte Elektrik wurde erneuert, hinzu kam eine Belüftungsanlage, die im Ernstfall Rauch absaugt. Brandklappen in der Klimaanlage verhindern, dass giftiger Qualm überall hin verteilt wird, eine Notstromanlage garantiert ausreichend Licht. Zudem sind die Fluchtwege deutlich ausgeschildert.

Wegen der edlen Holzvertäfelung, die sich in den 1960er Jahren, als die Schule gebaut wurde, noch lange nicht jede Kommune leisten konnte, musste an der Akustik nichts geändert werden. Sie eignet sich für jede Art von Veranstaltung.

Die Bühne, die früher aus zwei Teilen bestand, wurde etwas reduziert. Als der Saal noch eine reine Aula war, gab es vor der fest eingebauten „Empore“ noch eine Hebebühne. „Die haben wir runtergefahren und festgesetzt“, sagt Rohde. Darüber kam, wie im ganzen Saal, hochwertiger, weiß-gesprenkelter Linoleumboden. „Diesen Oberbelag nehmen wir immer, wenn wir höhere Ansprüche an die Ökologie, das Raumklima und die Belastbarkeit haben“, so der IMD-Geschäftsführer. Um ihn besonders zur Geltung zu bringen, wurden die Stufenkanten teilweise noch mit LED-Lichtleisten ausgestattet. Die sorgen für Glitzerpunkte und zeigen selbst bei gedämpfter Deckenbeleuchtung die Absatzkanten der (mit Gittern gesicherten) Zuschauerpodeste an. Um Energie zu sparen, wurden die Deckenlampen mit neuartigen Niedervolt-Leuchtmitteln ausgestattet.

Im Bereich der abgesenkten Bühne entstand ein zusätzlicher Zuschauerraum, der aber auch für Sitzungen, etwa der Bezirksvertretung Hamborn, genutzt werden kann.

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