Duisburger starten neues Kirchenprojekt in St. Barbara

Neujahrsempfang der Projektgemeinde St. Barbara in Duisburg Fahrn.V.l. Bärbel Finke, Pastor Thomas Pulger, Dietmar Hümmer, Jörg Stratenhoff, Anna Maria Plaschke und Angelika Hoffmann.
Neujahrsempfang der Projektgemeinde St. Barbara in Duisburg Fahrn.V.l. Bärbel Finke, Pastor Thomas Pulger, Dietmar Hümmer, Jörg Stratenhoff, Anna Maria Plaschke und Angelika Hoffmann.
Foto: Funke Foto Services
500 Mitglieder zählt der Förderverein der Röttgersbacher Projektgemeinde. Sie wollen dafür sorgen, dass die Gemeinde weiter bestehen kann.

Röttgersbach..  Ein finsteres Geheimnis kam beim Neujahrsempfang der Projektgemeinde „Rettet St. Barbara“ im Röttgersbach an den Tag. Bärbel Finke, die ehrenamtliche Leiterin der gemeindlichen Verkündigungsarbeit bekannte vor 150 Gästen: „Ja ich war es, ich habe den Organisten von der Orgelempore geschubst!“

Acht neue Messdiener

Anlass für die grausige Tat war der neueingeführte Mr. X- Tag, an dem die Kommunionkinder die Messdienerarbeit kennenlernen und sich begeistern lassen konnten. Das Spiel, bei dem Bärbel Finke die Mörderkarte zog, scheint allen Spaß gemacht zu haben, sie konnte jedenfalls berichten, dass sich acht Kinder entschieden haben, bei den Messdienern mitzumachen.

Gemeinsam mit Bärbel Finke stehen auch die anderen ehrenamtlichen Ansprechpartner für die verschiedenen Aufgabenbereiche der Projektgemeinde von Liturgie bis Ökonomie auf dem Podium. Noch ist der Seelsorger Pastor Thomas Pulger mit von der Partie, aber seine Tage in St. Barbara sind gezählt. „Wenn er nicht mehr da ist, müssen alle Gruppen und Kreise ganz selbstständig arbeiten und sich miteinander absprechen, daran werkeln wir noch“, sagt Angelika Hoffmann, die Vorsitzende des Fördervereins. 500 Mitglieder hat der Förderverein zurzeit, wenn man alle beigetretenen Gruppen dazu rechnet. „Das ist schon ganz ordentlich bei 2800 Seelen, aber es müssen noch mehr werden“, sagt Hoffmann.

Neben der Werbung neuer Mitglieder für den Förderverein des Leuchtturmprojekts, das inzwischen auch vom Bistum wohlwollend begleitet wird, setzt die Vorsitzende auf vorhandene Einsparpotentiale. „Als ich die Summe gesehen habe, die wir bisher für Telefon und Internet gezahlt haben, bin ich bald umgefallen“, sagt sie. Auch die Gebäudereinigung muss neu vergeben werden. „Bis wir einen Anbieter gefunden haben, der unseren Preisvorstellungen entgegen kommt, putzen wir hier in der Unterkirche selbst“, sagt sie. Noch gibt es einen Zuschuss von der Pfarrei und langfristige Verträge, deren Entflechtung eine komplizierte Angelegenheit ist. „Für das Bistum ist das ja auch alles Neuland, die erfinden das gerade erst“, sagt Hoffmann lachend. Zu den Sitzungen des Runden Tisches, den es jetzt statt Pfarrgemeinderat gibt, wird bei Bedarf ein Jurist zugezogen.

Partys mit Grillwurst

Ohne juristischen Beistand kommt der Arbeitskreis „Koinonia“ über die Runden. Die Mitarbeiter bereichern das Gemeindeleben durch Feste und Veranstaltungen.

Seit kurzem ist Jörg Stratenhoff der Sprecher der Eventmanager im Auftrag des Herrn. „Natürlich müssen auch wir Gelder für das Projekt generieren“, sagt er, „da muss es auf den Festen immer die traditionelle Grillwurstbude sein, wenn wir Thai-Food anbieten, dann merken wir das nachher am Umsatz.“

 
 

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