Duisburger Schüler marschierten 30 km für den guten Zweck

Der 17. Hungermarsch der Hamborner Ghanaaktion startete  an der Kirche St. Joseph.
Der 17. Hungermarsch der Hamborner Ghanaaktion startete an der Kirche St. Joseph.
Foto: WAZ-Fotopool
85 Jugendliche aus Hamborn zogen sich die Wanderschuhe an und marschierten zum Kloster Angermund. Ihr Engagement wurde gesponsert – der Erlös geht nach Ghana.

Hamborn..  In bequemen Laufschuhen und voller Tatendrang verlassen die Teilnehmer des ältesten Sponsorenlaufs in Duisburg die St.-Joseph-Kirche an der Rennerstraße. Draußen erwartet sie strahlender Sonnenschein und wundervoll mildes Frühlingswetter. Nach einem kleinen Wortgottesdienst rüsten sich die Jungen und Mädchen für einen knapp 30 Kilometer langen Fußmarsch. Zum Hungermarsch für die Aktion „Schule für Ghana“ kamen 85 Teilnehmer an den Startpunkt.

28,5 Kilometer bis zum Kloster Angermund haben sich die Schüler des Abtei-Gymnasiums als Marschstrecke vorgenommen. „Den Hungermarsch hat die Katholische Jugend in Hamborn begründet“, erzählt Thomas Hellbach vom Ghana-Arbeitskreis. „Seit 1979 findet er mittlerweile alle zwei Jahre statt. Früher am Buß- und Bettag, heute während der Fastenzeit im Frühjahr. Für die Schüler des Abtei-Gymnasiums ist es ein Schulprojekt, für dass sie sich stark engagieren.“

Bereits Wochen vor dem Hungermarsch sprechen die Schüler ihre Freunde, Bekannten und Verwandten an, für jeden gelaufenen Kilometer einen Geldbetrag zu spenden. Am Tag X laufen die Kids dann mit ihren Teilnehmerkarten die Strecke ab und sammeln an insgesamt vier Kontrollpunkten Stempel auf ihren Karten.

Per Bus zurück nach Hamborn

Beim Hungermarsch vor zwei Jahren sind insgesamt 12 000 Euro zusammen gekommen. Dieses Jahr rechnete Thomas Hellbach mit ungefähr 10 000 Euro.

Die Marschroute führte die Läufer zum Kloster Angermund, an der Duisburger Uni vorbei, quer durch den Mülheimer Wald und über den Campingplatz Entenfang. An den jeweiligen Stationen war sowohl für das leibliche Wohl wie auch für die Notdürfte der Teilnehmer gesorgt. Am Ellen-Berg gab es auf dem Grillplatz Mittagessen.

„Das erfordert jedes mal wieder einen logistischen Aufwand, für jede der vier Stationen. Aber die Helfer sind mit der Zeit daran gewachsen und es klappt alles sehr gut.“

Dieser war bereits der 17. Hungermarsch. Die Teilnehmer waren gut ausgerüstet: mit guten Wanderschuhen, bequemer Kleidung, Rucksäcken, Wasserflaschen und, für den Fall der Fälle, dickeren Jacken waren sie für alle Eventualitäten gerüstet. Zwei Bannerträger, auf dem für den Hungermarsch geworben wird, liefen dem fröhlich gestimmten Zug voraus. Vom Kloster Angermund ging nach einer Stärkung mit Bussen zurück nach Hamborn.

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