Die Kälte bremst Bauarbeiter in Duisburg-Obermarxloh aus

Weiterer Frost und Schnee könnten die Betonarbeiten auf der Baustelle für den neuen Recycling-Hof verzögern.
Weiterer Frost und Schnee könnten die Betonarbeiten auf der Baustelle für den neuen Recycling-Hof verzögern.
Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Die Arbeiten am neuen Recyclinghof Im Holtkamp gehen voran, wegen des kalten Wetters allerdings etwas langsamer als gedacht. Trotzdem soll die Eröffnung planmäßig im kommenden Sommer stattfinden.

Obermarxloh..  Der langanhaltende Winter macht den Bauarbeitern auf dem Gelände des neuen Recyclinghofes der Wirtschaftsbetriebe an der Straße Im Holtkamp zu schaffen: Fast den ganzen Januar über behinderten Schnee und Frost die Arbeiten. Deshalb müssen sie nun umso mehr ranklotzen, damit die Müllsammelstelle rechtzeitig im Sommer dieses Jahres in Betrieb gehen kann (wir berichteten). Das muss sie, denn dann läuft der Pachtvertrag für den Wertstoffhof an der Neumühler Boschstraße aus und diese Anlage soll dessen Aufgaben übernehmen.

Immerhin: Inzwischen ist deutlich erkennbar, wie gigantisch der Recyclinghof im Vergleich zur Altanlage wird. Und wie großzügig auf den 10 000 Quadratmetern geplant werden kann, damit die Kunden künftig gerne kommen.

Der „Parkplatz“, auf dem die Müll-Anlieferer künftig stehen werden, ist schon in Arbeit. Die Fläche wird derzeit aufgeschüttet. Die Au­tos werden nämlich auf einer Art Rampe abgestellt, also höher als die Abfallcontainer. Das hat den Vorteil, dass man seinen Unrat nicht mehr über hohe Kanten, sondern ebenerdig in die Stahlbehälter werfen kann. Eine enorme Erleichterung.

Staus auf der Straße werden dort der Vergangenheit angehören: Bis zu 100 kleinere oder 60 größere Privatwagen finden in der dreispurigen Einfahrt Platz. Während sich die Fahrer langsam in Richtung Container vorarbeiten, sollen die Ladungen von Mitarbeitern der Wirtschaftsbetriebe bereits kon­trolliert werden. Wer Abfall wie Bauschutt oder Hausmüll bringt, muss eine kleine Gebühr entrichten. Dann bekommt er vom Servicemann eine Zahlkarte (vergleichbar mit denen, die man im Parkhaus erhält). Bevor man den Müll ablädt, berappt man die Kosten an einem Automaten.

Für Gewerbetreibende gibt es ei­ne gesonderte Zufahrt mit separaten Containern, so dass sich Privat- und Geschäftsleute nicht ins Gehege kommen.

Metalldiebe auf der Baustelle

Sorgen bereiten den Wirtschaftsbetrieben derzeit Metalldiebe, die die Baustelle schon heimsuchten. Deshalb werden, sobald die Stahlaufbauten hochgezogen und deshalb große Mengen Material angeliefert werden, rund um die Uhr Wachposten die Baustelle im Auge haben. Geschützt wird auch die fertige Anlage: Sie wird mit einem mit Spitzen bewehrten Zaun umbaut und per Video überwacht. Denn die Erfahrung zeige, dass Metalldiebe sich auch auf den Recyclinghöfen bedienten, berichtet Christian Kley, Abfallexperte bei den Wirtschaftsbetrieben.

 
 

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