Die Duisburger Niederrhein-Therme ist fit für die Zukunft

Gregor Herberhold
Belohnung für treue Gäste: Die Niederrhein-Therme gewährt noch bis zum 14. August Sonderrabatte.
Belohnung für treue Gäste: Die Niederrhein-Therme gewährt noch bis zum 14. August Sonderrabatte.
Foto: Funke Foto Services
Die Finanzprobleme des Revierparks Mattlerbusch sind laut Geschäftsführer Hartmut Lange gelöst. Der RVR habe die Betriebskosten-Übernahme zugesichert.

Duisburg. Um das Vertrauen der Kunden zurück zu gewinnen, hat die Leitung der Niederrhein-Therme beschlossen, das Sonderangebot „Zwölfmal saunieren oder baden, zehnmal zahlen“ bis Mitte August verlängert. Zuletzt machte das Gerücht die Runde, die Zukunft der Therme sei unsicher. Deshalb hätten sich viele Besucher nicht mehr getraut, Zehnertickets zu kaufen, sagt Geschäftsführer Hartmut Lange.

Die Unsicherheit sei in Zusammenhang mit der kürzlich beschlossenen Zusammenführung von vier Revierparks (Mattlerbusch, Vonderort in Oberhausen, Nienhausen in Essen/Gelsenkirchen und Kemnade in Bochum/Witten) entstanden. Nach dem Motto: Dann müsse es dem Park und der Therme ja finanziell schlecht gehen.

Synergieeffekte durch Zusammenschluss

Durch die Fusion mit künftig nur noch einer gemeinsamen Geschäftsführung sollen durch Synergieeffekte beim Verband jährlich mindestens 588 000 Euro mehr in der Kasse sein. Außerdem sollen gemeinsame Werbe- und Entwicklungskonzepte erarbeitet werden. Gerade Zukunftsvisionen hatte Lange beim Regionalverband aber lange vermisst. „Der RVR befasst sich seit fünfzehn Jahren nicht mehr mit Zukunftsprojekten“, berichtet er. Außerdem habe man beim Verband lange nicht hören wollen, dass die um die Jahrtausendwende beschlossenen Zuschüsse für die Parks nicht mehr passten. Auf den Mattlerbusch bezogen heißt das: „Wir bekommen immer noch den selben Satz, haben heute aber viel höhere Kosten“, berichtet der Geschäftsführer. Immerhin: Inzwischen habe der RVR erkannt, dass es so nicht weitergehen könne und zugesagt, die bislang nicht gedeckten, und deshalb aus den Rücklagen des Revierparks finanzierten Kosten komplett übernehmen zu wollen. Damit sei die Therme erstmal bis 2020 gesichert. Lange ist daran gelegen, sein Haus, das jährlich 330.000 Besucher zählt, nicht nur weiterzuführen, sondern auch weiterzuentwickeln. „Wir haben jede Menge Pläne in der Schublade.“ Er könne sich etwa ein reines „Damensauna-Dorf“ vorstellen, aber auch eine Reha-Fitness-Abteilung.

Geld ist vorhanden

Ohne Veränderungen, ohne Modernisierungen könne keine Einrichtung auf Dauer bestehen. Nicht einmal an Edelstandorten wie München. Lange ist sich sicher, dass beim RVR Geld genug vorhanden ist. Man müsse nur entscheiden, wofür man es ausgeben wolle. Er hält zwei Millionen Euro für eine Damen-Sauna für sinnvoller als eine Werbekampagne – wie sie aber geplant sei.

Im Revierpark sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Der Park erhält jährlich 510 000 Euro Zuschüsse. Zum Vergleich: Das Rhein-Ruhr-Bad in Hamborn, so Lange, werde mit 1,4 Millionen Euro unterstützt.