Der Hamborner Hans-Joachim Meyer schreibt über Hamborn 07

Gregor Herberhold
Der Autor Hans-Joachim Meyer aus Duisburg-Hamborn schreibt ein Buch über den Traditionsfußballverein Hamborn 07.
Der Autor Hans-Joachim Meyer aus Duisburg-Hamborn schreibt ein Buch über den Traditionsfußballverein Hamborn 07.
Foto: Franz Naskrent
Nächstes Jahr, wenn der Verein seinen 110. Geburtstag feiert, wird der Verleger aus Duisburg-Marxloh ein Jubiläumsbuch herausgeben.

Alt-Hamborn.  Hamborn 07 wird nächstes Jahr 110 Jahre alt. Der Marxloher Buchautor Hans-Joachim Meyer will dem Club seines Herzens ein 120-seitiges Buch widmen, das voraussichtlich im nächsten Sommer erscheinen wird. Der Anfang ist gemacht. Die ersten Zeilen sind geschrieben, auch schon einige Bilder und Schriftstücke ausgewählt, die auf jeden Fall gezeigt werden sollen.

Der 72-Jährige, der als Junge bei jeder Gelegenheit zum einstigen Stadion an der Franz-Lenze-Straße (heute steht dort das Thyssen-Bildungswerk) pilgerte, um seine Mannschaft anzufeuern, hat selbst viele Erinnerungstücke. Vor allem Zeitungsausschnitte, einen Wimpel aus der Vorkriegszeit, den „Pott“, den es gab, als die Jugend 1938 den Meistertitel gegen Frankfurt holte, einen alten Lederball mit Autogrammen, ein Trikot und vieles mehr. Natürlich auch alte Festschriften zu Vereinsjubiläen und seltene Fotos, etwa das der Mannschaft von 1911. Und doch könnte er sich vorstellen, dass in Hamborn noch irgendwo in Fotoalben oder auf dem Dachspeicher bei alten Fans der Kicker Raritäten schlummern, die im Buch erwähnt werden könnten. Wer so etwas besitzt, sagt Meyer, soll ihn einfach anrufen.

Visitenkarte und Gedächtnis

Die Idee, ein Buch über die Fußballtruppe zu schreiben, stamme von den Ex-Kickern Wolfgang Bayer, Horst Weber und Heinz Wulf. Sie seien an ihn herangetreten mit der Bitte, ein Buch über die Sportfreunde zu veröffentlichen. Bayer schwebt eine „attraktive Buchpublikation vor“, die „eine Art Visitenkarte und historisches Gedächtnis des Vereins“ sein könnte.

Eine Großauflage, so Meyer, werde es aber nicht geben. Ihm schweben 200 Bücher vor, gespickt mit alten Zeitdokumenten.

Wichtig ist dem Verleger, dass an die glorreichen Zeiten erinnert wird. „1968“, erinnert sich der Marxloher, „waren auch Gerd Müller und Franz Beckenbauer als Zuschauer im August-Thyssen-Stadion beim Spiel Hamborn 07 gegen Rot-Weiß-Essen.“ Er erinnert sich auch daran, dass die Hamborner zusammen mit Union Hamborn in einem Testspiel vor der Weltmeisterschaft 1934 die deutsche Nationalelf schrubbte.

Ein Geheimnis lüftet Meyer auch: Obwohl der Hamborner Club einen Adler als Wappentier hat, spricht man von den Löwen – weil Hamborn dieses Tier im Stadtwappen trug.