Chor singt in Duisburg-Meiderich gegen Rassismus

Der Chor.
Der Chor.
Foto: RG
Seit Beginn dieses Jahres treffen sich Jugendliche verschiedenster Herkunft im Ingenhammshof und studieren dort eigene Lieder ein.

Meiderich..  Jeden Montag um 17 Uhr erheben sie auf dem Awo-Ingenhammshof ihre Stimmen. Gegen Rassismus und Intoleranz. Der neue Chor, initiiert von der Awo-Integrations gGmbH, verschafft sich inzwischen klangvoll Gehör und findet auch die Aufmerksamkeit der Medien.

Michaela Bondarowicz-Kaesling, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen Monika Al-Daghistani und Oxana Wolf das Projekt organisiert hat, sagt über das Angebot: „Seit Anfang Januar treffen sich bei uns auf dem Lernbauernhof regelmäßig 15 Musikbegeisterte. Sie kommen aus China, Kasachstan, Polen, Deutschland, dem Kosovo und Bulgarien. Alle verstehen sich sehr gut. Die Musik verbindet. Das macht es einfach.“ Geleitet wird der neue Chor „Unsere Stimme gegen Rassismus“ von Mustafa Zekirov, einem Mitglied des früheren Mülheimer Roma-Theaters. Patrick Nevian, Sozialpädagoge und Musiker, engagiert sich ebenfalls für die klangvolle Idee.

Die einzelnen Teilnehmer haben inzwischen auch eigene Lieder geschrieben: Sie heißen zum Beispiel Czas tolerancji (Zeit der Toleranz) und handeln davon, dass man überall zu Hause sein kann oder davon, dass es egal ist, wo man geboren wird. Die Chinesin Zhaojun Cao hat ein Lied komponiert, das von zwei Liebenden handelt, die durch den Krieg getrennt werden. Zum Repertoire gehört inzwischen auch das deutsche Volkslied „Die Gedanken sind frei.“

Michaela Bondarowicz-Kaesling: „Wir haben einen guten Start gemacht. Wie es nun weiter geht, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen. Ziel ist es auf jeden Fall, die Stimmen auch an anderen Orten zu erheben und nicht nur hier auf dem Awo-Ingenhammshof für Vielfalt und Toleranz zu singen.“ Dazu gehört auch, dass der Chor keineswegs eine geschlossene Gesellschaft ist. Zu jederzeit ist ein Einstieg in die Gruppe möglich und erwünscht.

Wer Lust hat, dabei zu sein, kann montags um 17 Uhr ohne Anmeldung vorbeikommen. Wer mehr über das Projekt wissen will, wendet sich an: Michaela Bondarowicz-Kaesling, 0203 - 72 87 31-45, E-Mail: bondarowicz@awo-integration.de.

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