Buschstraße künftig mit Tempo 30

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Alt-Hamborn..  Tempo 30 hat Anwohnerin Nadine Vonderhagen von der Buschstraße bei der Stadt angeregt. Es geht ihr um den Bereich Buschstraße/Richterstraße/Jägerstraße. In der Nähe liegen drei Schulen. Deren Schüler möchte sie auf ihrem Schulweg besser schützen. Ihre eigenen Kinder sind darunter. Ihre Anregung an die Stadt hat die Bezirksvertretung Hamborn jetzt beraten. Eine Mehrheit aus SPD, Linken und Grünen folgte ihrem Vorschlag auch. Allerdings soll Tempo 30 nur vorübergehend gelten.

Fast 3000 Schüler würden das Abtei-Gymnasium, die Abtei-Grundschule und die Leibniz-Gesamtschule dort besuchen. Besonders für diejenigen, die den Nebeneingang des Gymnasiums an der Buschstraße benutzten, sei das gefährlich. So hat Nadine Vonderhagen argumentiert. Denn viele Autofahrer würden keinerlei Rücksicht durch ein angepasstes Tempo nehmen. Schon Tempo 50 sei aber zu hoch. Die Schüler könnten gar nicht so schnell die Fahrbahn überqueren, wie die Autos angefahren kämen. Der schlechte Zustand der Buschstraße habe auch ein Lärmproblem zur Folge, schrieb sie an die Stadt.

Die Stadtverwaltung hat den Bezirksvertretern eine Sitzungsvorlage erstellt. Darin bestätigt sie einige der Argumente der Hambornerin. Andere dagegen lässt sie nicht gelten. So gebe es in dem Bereich bereits drei Überwege, nur eben am Nebeneingang nicht. An einem Morgen im November 2014 hat sie dort 57 Fußgänger gezählt.

Bei Messungen an drei Tagen im Februar seien nur zwei Prozent der Autofahrer zu schnell gewesen. Im Schnitt werde 43 km/h gefahren. Zwei Unfälle mit verletzten Fußgängern habe es zwischen Januar 2012 und September 2014 dort gegeben. Der Straßenzustand der Buschstraße sei nur zwischen Richterstraße und Dr.-Heinrich-Laakmann-Straße wirklich schlecht.

Das Kernproblem ist aus Sicht der Verwaltung, dass viele Schüler, die aus der Dr.-Heinrich-Laakmann-Straße kämen, die Buschstraße dort an einer ungünstigen Stelle überqueren würden. Auf deren Nordseite könnten sie die Buschstraße nach beiden Seiten gut einsehen und würden auch gut gesehen. Wegen des längeren Wegs würden sie sie aber weiter südlich überqueren. Und dort seien die Sichtverhältnisse wegen eines Knicks der Buschstraße sehr schlecht.

Tempo 30 nur vorübergehend

Auf der Nordseite einen Zebrastreifen anzulegen, das bringt aus Sicht der Verkehrsplaner allerdings wenig. Die Schüler würden auch dann den Umweg dorthin nicht machen. Besser wäre es, an der Stelle zu handeln, an der sie die Straße überqueren, schlägt die Verwaltung vor. Eine markierte Aufstellfläche, die noch vor dem Fahrradstreifen auf der Fahrbahn angebracht werden soll, sie soll ihnen künftig die nötige Sicherheit beim Überqueren der Fahrbahn verschaffen. Und bis die schlechte Fahrbahn saniert ist, soll dort auch Tempo 30 gelten.

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