Bürger aus Duisburg übernehmen Patenschaft für Bücher

Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann mit einigen Buchpaten in der Bezirksbibliothek Meiderich. Foto: Fabian Strauch
Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann mit einigen Buchpaten in der Bezirksbibliothek Meiderich. Foto: Fabian Strauch
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Duisburger Bürger spenden ihren Büchereien Lesestoff und vergrößern so den Bestand in den Regalen. Das Buchpatenprojekt läuft noch kein Jahr, ist aber schon recht erfolgreich - in einigen Stadtteilen mehr, in anderen weniger.

Noch nicht einmal ein Jahr ist das Buchpatenprojekt in Duisburg alt, da sind die ersten Ergebnisse schon erfolgreich, freilich unterschiedlich in den einzelnen Stadtteilen. Während die Rheinhauser für jeden Buchspender einen Platz an einer Ehrensäule freihalten, um die Wohltäter mit Namen zu nennen, sind die Meidericher Bücherfreunde noch zurückhaltender, aber vermutlich nicht mehr lange, wie Andreas Ernst von der Meidericher Bücherei ankündigte.

55 Firmen und Einzelspender

In den ersten Monaten der Aktion haben schon 55 Firmen und Einzelspender 143 Bücher über die örtliche Buchhandlung Filthaut erworben und damit den Bestand in den Regalen an der Von-der-Mark-Straße vergrößert. An­gesichts leerer Stadtkassen wür­den sonst die Lücken im­mer größer.

Weil die Meidericher gerne unter dem Motto „In Meiderich miteinander“ sich gegenseitig aus der Patsche helfen, haben nun die Vereine Aksus (Arbeitsgemeinschaft Stadtteil und Schule), IMV (Interessengemeinschaft Meidericher Vereine) und der Meidericher Bürgerverein weitere 24 Bü­cher beigesteuert.

„Vor allem nach Weihnachten ha­ben wir viel bekommen.“

Das Verfahren, Bücher der Bücherei zu spenden, ist allerdings etwas kompliziert. Wer spenden will, tut das über die Bürgerstiftung Duisburg und die Buchhandlung. Nur so ist gewährleistet, dass das Geld auch tatsächlich für Bücher aufgewendet wird und nicht auf Nimmerwiedersehen im schwarzen Loch des städtischen Finanzdefizits verschwindet. Immerhin ist derzeit die Stadt bei jeder Ausgabe auf das Wohlwollen der Bezirksregierung angewiesen. Eine ebenso schlichte Spardose ist übrigens nicht möglich, weiß Andreas Ernst: „Das wäre eine schwarze Kasse.“

Was aber möglich ist und was keinen stört: Wer den Bestseller vom Gabentisch ausgelesen hat, kann ihn der Bibliothek schenken. Das allerdings haben auch schon viele getan, weiß Ernst: „Vor allem nach Weihnachten ha­ben wir viel bekommen.“

Inzwischen sind aber nicht nur Bücher gefragt, auch Hörbücher erfreuen sich großer Beliebtheit. Dennoch gibt es einen neuen Trend, wie auch Lehrer Dieter Lesemann weiß: „Es wird mehr gelesen.“

 

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