Bruckhausener Bistro-Besuchern vergeht der Appetit

Leider keine Seltenhei: Eine wilde Sperrmüll-Lagestelle in Bruckhausen.
Leider keine Seltenhei: Eine wilde Sperrmüll-Lagestelle in Bruckhausen.
Foto: WAZ-Fotopool
Gastronom Mehmet Yildirim klagt über große Müllmassen in der Nähe seines Ladenlokals in Duisburg-Bruckhausen. Die Schuld dafür gibt er seinen bulgarischen Nachbarn. Die Wirtschaftsbetriebe würden erst nach zahlreichen Anrufen aktiv, sagt der Wirt. Die wollen sich den Schuh aber nicht anziehen.

Bruckhausen. „Das ist ein unerträglicher Zustand“, klagt Mehmet Yildirim. Seit 20 Jahren betreibt er an der Kaiser-Wilhelm-Straße direkt gegenüber von Thyssen-Tor 1 ein Café-Bistro. Dass Bruckhausen nicht der eleganteste Stadtteil ist, ist für Yildirim nichts Neues. Ihn stört jedoch der zunehmende Dreck und Müll in seiner Nachbarschaft. Verursacht werde der von Neubürgern aus Südosteuropa, die nebenan eingezogen sind.

„Der Laden läuft seit 20 Jahren gut. Ich kann mich nicht über zu wenige Kunden beklagen“, sagt er. Vor allem Auswärtige, die vorübergehend bei Thyssen arbeiten, dort aber nicht in die Kantine können, gehören zu seinen Kunden. „Mittlerweile ist es aber nicht gerade einladend, wenn hier überall Müllsäcke um meinen Laden herum stehen“, sagt Yildirim. Große, blaue Säcke, zum Teil aufgeplatzt, und auch kaputte Möbelstücke und verschimmelte Couchgarnituren prägen das Bild.

Immer wieder neue Gesichter

Mehrfach hatte der Café-Besitzer die Wirtschaftsbetriebe informiert, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. „Ja, sie kommen. Aber erst nach vielen Anrufen.“ Seitens der Stadt heißt es, dass für das Haus zu wenige Müllcontainer bereitgestellt wurden. Demnächst sollen weitere hingestellt werden.

Eine Familie wohne offiziell seit einigen Monaten in dem heruntergekommenen Haus neben dem Café – Yildirim glaubt, dass es mehr sind. „Es sind sehr viele. Ich sehe immer wieder neue Gesichter.“

Parkplatz unbenutzbar

Dem Ordnungsamt seien die Zustände bekannt. Die Stadt erklärte, dass die Beamten auf die Gegend ein besonderes Auge haben.

Hinter dem Problemhaus hat Yildirim einen Parkplatz. Benutzen kann er den jedoch schon seit langem nicht mehr. „Bei gutem Wetter blockieren die Leute den Platz, weil sie dort in Scharen sitzen und essen und ansonsten ist es einfach zugemüllt, oder ihre Autos parken dort“, sagt Yildirim verzweifelt. Die Stadt erklärt, dass sich Yildirim an die Polizei wenden solle: „Da kann das Ordnungsamt nichts machen.“

 
 

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