Bittersüße Abschlussfeier

In der Aula des Clauberg-Gymnasiums an der Duisburger Straße fand die letzte Abifeier statt. Begelietet wurde das Fest u.a. von türkischer Musik. Bild: Udo Milbret/WAZ-FotoPool
In der Aula des Clauberg-Gymnasiums an der Duisburger Straße fand die letzte Abifeier statt. Begelietet wurde das Fest u.a. von türkischer Musik. Bild: Udo Milbret/WAZ-FotoPool
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Die Stimmung war bitter-süß, der Grundton in heiterem Dur, die Zwischentöne in melancholischem Moll.

Einerseits freuten sich die 46 Abiturienten der Clauberg-Gymnasiums und 25 Abiturienten der Gesamtschule Hamborn/Neumühl Emschertal sichtlich über ihr Reifezeugnis.

Andererseits löste sich das Clauberg-Gymnasium nach mehr als 44 Jahren mit der Verabschiedung seines letzten Abiturjahrgangs auf.

Trotzdem: Alle Beteiligten bewahrten die Fassung und feierten ein würdiges, gelungenes Abiturfest.

Noch einmal war die Aula des Clauberg-Gymnasiums fast bis auf den letzten Platz besetzt. Fast alle, die sich mit dem im April 1966 gegründeten, damals noch neusprachlichen Gymnasium verbunden fühlten, waren gekommen.

Viele Ehemalige, Lehrer, Schüler, Eltern und Kommunalpolitiker wie Heiko Blumenthal (SPD). Und alle hatten sich nochmal richtig fein gemacht.

Besonders Studiendirektor Wolfgang Kastrup, der von den Schülern regelrecht bejubelt wurde, sprach den Claubergern aus der Seele. Nachdem er den Abiturienten und ihren Eltern gratuliert hatte, sprach er aus, was alle dachten: „Mit dem heutigen Tag der Freude über die bestandenen Abiturprüfungen ist für das Clauberg-Gymnasium auch Wehmut verbunden. Denn heute hört diese Schule endgültig auf, zu existieren.“ Kastrup begrüßte besonders herzlich zahlreiche ehemalige Lehrer und Schüler der Jahrgänge 1984 und 1987 sowie ehemalige Klassen- und Elternpflegschaftsvorsitzende. Kastrup erinnerte auch an die drei Schulkämpfe und Schließungsdebatten.

Stets sei es gelungen, stärkere und schwächere Schüler individuell zu fördern. Zwischen Schülern, Lehrern und Eltern habe immer eine entspannte Atmosphäre geherrscht. „Dass wir heute eine gemeinsame Abiturfeier begehen, ist nicht nur ein Zeichen einer gelungenen und pragmatischen Kooperation beider Schulen seit dem Jahr 2000“, so Kastrup. „Es ist auch ein Zeichen, dass der Schulstandort Kampstraße weiter bestehen bleibt.“

Kastrup bedankte sich bei allen Kollegen für viele Jahre einer guten Zusammenarbeit. An seinen Kollegen Ulrich Stockem gerichtet, der sowohl die Gesamtschule als auch kommissarisch das Gymnasium leitete, sagte der Clauberger Kastrup: „Den Claubergen konnte nichts Besseres passieren, als Dich als kommissarischen Leiter unserer Schule zu haben! Die stille Auflösung unserer Schule hast Du sehr transparent und sehr pädagogisch gestaltet.“

Auch Ulrich Stockem gestand, an diesem Tag „nicht emotionsfrei“ zu sein. Der Gesamtschul-Pädagoge wünschte allen Abiturienten alles Gute für ihre private und berufliche Zukunft.

Anschließend verteilten Ulrich Stockem und Wolfgang Kastrup die Abiturzeugnisse. Ein Happy-End – für die Abiturienten.

 
 

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