Bezirksbürgermeister mit klaren Forderungen an die Steag

Die Hubbrücke in Walsum ist wegen baulicher Mängel seit Ende 2012 für den Verkehr gesperrt.
Die Hubbrücke in Walsum ist wegen baulicher Mängel seit Ende 2012 für den Verkehr gesperrt.
Foto: WAZ FotoPool
Mindestens drei für Walsum wichtige Projekte müssen nach Ansicht von Heinz Plückelmann im neuen Jahr voran kommen: Die Hubbrücke muss von der Steag saniert werden, damit Pkw dort wieder fahren können. Das ehemalige Zechengelände muss für eine Gewerbeansiedlung freigegeben werden. Und die Planung der Südwest-Tangente im Hafen muss konkret werden.

Walsum.  Es wird sein letztes Jahr als Kommunalpolitiker sein. Zur Neuwahl der Bezirksvertretung im Mai tritt Heinz Plückelmann nicht mehr an. Dennoch will der scheidende Bezirksbürgermeister bis dahin noch einige Probleme im Stadtbezirk einer Lösung näher bringen.

So bei der Hubbrücke, der Verbindung zwischen Rheinfähre und Alt-Walsum. Seit Ende 2012 ist sie für Pkw und Lkw gesperrt. Instandsetzungen sind nötig. „Sie muss wieder für den Pkw-Verkehr geöffnet werden“, fordert er. Für ihn steht außer Zweifel, dass die Steag als neuer Eigentümer des Bergwerksgeländes die Verpflichtung dazu hat, zumal die Brücke unter Denkmalschutz steht. „Ich setze auf eine Annäherung zwischen Stadt und Steag“, sagt der 66-Jährige. Dann könne man auch Ausschau nach möglichen Geldquellen halten.

Um solche Vorarbeiten geht es ihm auch in Sachen Südwest-Tangente. Sie soll den Walsumer Hafen und das Bergwerksgelände an Fahrn anbinden und dadurch Lkw-Verkehr von Dr.-Wilhelm-Roelen- und Dr.-Hans-Böckler-Straße sowie von Römer- und Hamborner Straße abziehen. „Die Machbarkeitsstudie hat gezeigt: Es geht, wenn die Emschergenossenschaft ihre dortigen Leitungen verlegt.“ Also gehe es jetzt darum, zwischen allen Beteiligten, also Firmen und Behörden, Konsens herzustellen. Dann könne man sich um Planung und Finanzierung kümmern.

Neues Asylbewerberheim

Zumindest der Erste Spatenstich für das neue Asylbewerberheim an der Königstraße könnte noch in Plückelmanns Amtszeit fallen. „Wir hoffen, dass es kommt“, sagt er. Walsum müsse seinen Teil zur Lösung des Asylbewerberproblems beitragen.

Mit der Steag hat er noch ein anderes Hühnchen zu rupfen – bei der künftigen Nutzung des Bergwerksgeländes. „Die Steag muss sich festlegen. Die Bevölkerung erwartet eine klare Aussage“, verlangt er. Und: „Wir brauchen keinen weiteren Kraftwerkspark.“ Aber die Stadt benötige dringend Gewerbeflächen. „Wenn die Steag sie nicht selbst erschließen will, soll sie verkaufen.“

Neue Skaterbahn geplant

Taten erwartet Plückelmann auch vom Besitzer des Vierlindenhofs, der seit ein Monaten eine Brandruine ist. „Er muss den Müll wegräumen und soll das Gelände dann an die Stadt verkaufen“, rät er. Ähnliches erwartet der Bezirksbürgermeister vom städtischen Immobilien-Management IMD in Sachen Schulkomplex Goerdeler­straße. „Abreißen und Neues machen!“

Heinz Plückelmann verrät, dass es in Sachen Skaterbahn schon einen möglichen Standort gibt – im Schulzentrum Driesenbusch. Nur die Kosten fallen dafür höher aus, als zunächst angenommen. „Dann soll man mit dem vorhandenen Geld eben erst mal einen Anfang machen.“

 
 

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