Altweiber-Party in Duisburg-Walsum immer noch nicht gesichert

Walsums Bezirksbürgermeister Heinz Plückelmann (r.) informierte am Montag über den Plan für Altweiber auf dem Kometenplatz. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Walsums Bezirksbürgermeister Heinz Plückelmann (r.) informierte am Montag über den Plan für Altweiber auf dem Kometenplatz. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
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Die Altweiber-Party am 3. März auf dem Kometenplatz ist immer noch nicht in trockenen Tüchern. Bezirksbürgermeister Heinz Plückelmann (SPD) ist darob angesäuert. Er wollte am Montagnachmittag das "Ja" zur Traditionsfete verkünden. Nun wird's eng.

Duisburg-Walsum.. Ob in Aldenrade am 3. März die Altweiber-Party auf dem Kometenplatz stattfindet, steht weiterhin in den Sternen. Angesäuert wirkte daher Walsum Bezirksbürgermeister Heinz Plückelmann (SPD) am Montagnachmittag. Er hatte gehofft, dann verkünden zu können, dass die Traditionsfete in trockenen Tüchern ist.

Immerhin gaben sich Plückelmann und Elmar Klein (Präsident der Karnevalsgesellschaft Gruen-Weiss Walsum) optimistisch: „Zu 98 Prozent klappt’s“, sagten sie.

Wie berichtet, gelten seit der Love-Parade-Katastrophe verschärfte Sicherheitsregeln. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte sie verfügt. Ohne allerdings Genaues mitzuteilen. Genau das sei das Dilemma, ärgert sich sein Parteifreund Plückelmann. Der Erlass sei schwammig formuliert, und nun müsse das Ordnungsamt das Papier mit Leben füllen. Was immer wieder neue Probleme mit sich bringe. Erst sei nur von einem Sicherheitskonzept die Rede gewesen. Das habe man geliefert. Dann habe es geheißen, man brauche pro 100 Besucher einen Experten von einem Sicherheitsdienst als Aufpasser. Und nun müsse sogar noch ein Zaun vor der Bühne (auf einem Wagen) aufgestellt werden - mit zwei Metern Abstand, damit dahinter eine Sicherheitsgasse entsteht, die notfalls für Rettungsdienste zur Verfügung stehe. In dieser Gasse müssten auch noch Security-Leute patrouillieren.

Klarheit bis Ende der Woche

Mit den Sicherheitsleuten und dem Zaun können die Jecken und die Bezirksvertretung als Ausrichterin der Fete leben, obwohl beides viel Geld koste. Rund 3000 Euro fielen für die Security an, weitere 1200 für den Zaun. Was Plückelmann aber die Zornesröte ins Gesicht treibt, ist, dass weder im Erlass des Ministers, noch in der Ergänzung durch die Bezirksregierung die Höhe, Beschaffenheit und Güte des Zauns beschrieben werde. „Am Ende haben wir einen Zaun bestellt, und der ist dann zu niedrig oder hat irgendein Normzeichen nicht“, frotzelt Plückelmann.

Bis Ende dieser Woche hoffen Plückelmann und Klein endlich Klarheit zu haben. Alle Fakten lägen nun beim Ordnungsamt, das das vorgelegte und schon nachgearbeitete Sicherheitskonzept als Gesamtpaket absegnen müsse. „Sonst wird’s eng.“

 
 

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