Noch Atlanten fürs Kaminzimmer gesucht

Anne Horstmeier

Neben aktuellen Arbeiten von fast 50 Duisburger Künstlern, die im Rahmen des Kunstmarkts 2015 noch bis zum 31. Januar zu sehen sind, wird in der Cubus-Kunsthalle im Kant-Park auch ein historisches Thema im Zeichen von Gerhard Mercator beleuchtet. Das Haus des berühmten Kartographen, dessen Grundmauern ausgegraben worden sind, soll bekanntlich wieder erstehen. Ein Plan, den auch die Bürgerstiftung unterstützt. In diesem historischen Mercator-Haus soll ein Kaminzimmer entstehen, in dem Atlanten aus verschiedenen Jahrhunderten aufbewahrt werden sollen.

Die Sammlung wachse ständig, so die Bürgerstiftung, die selbst Atlanten erworben hat. Den Grundstock der bisherigen Sammlung bildet allerdings das großzügige Geschenk eines Sammlers. Im Rahmen des Kunstmarktes sind einige dieser Atlanten zu sehen.

An den Sonntagen bis Ende Januar laden die Bürgerstiftung und die Cubus-Kunsthalle zu „Atlanten-Tagen“ in den Mercator-Raum ein. Dazu können die Duisburger Atlanten mitbringen, die in die Kaminzimmer-Sammlung aufgenommen werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, Atlanten zu tauschen.

„Wir freuen uns, den Duisburgerinnen und Duisburgern einige interessante Einblicke in die Welt der Atlanten und Karten zu ermöglichen. Natürlich sind auch auswärtige Besucher willkommen. Wir suchen noch Atlanten zur Erweiterung unserer Sammlung und sind für jedes Exemplar dankbar – ob alt oder neu“, so Klaus Becker vom Vorstand der Bürgerstiftung.

Außerdem gibt es eine Vortragsreihe, an der sich auch die Mercator-Experten des Kultur- und Stadthistorischen Museums beteiligen. Den Auftakt hat am Sonntag Werner Pöhling gemacht mit seinem Vortrag „Der Atlas wurde in Duisburg erfunden – die Mercator-Schatzkammer“.

Auch den nächsten Vortrag bestreitet ein „Mercator-Aktivist“ des Museums, der sich besonders mit seinem Schüler Johannes Corputius beschäftigt. Geschichtsstudent Jonas Krüning spricht am Sonntag, 10. Januar, über den „Duisburger Stadtplan von Johannes Corputius (1566) – wie ist er entstanden?“

Von Ptolemäus bis Humboldt

Dem Thema „Atlasvorläufer und Atlastypen – von Ptolemäus bis Humboldt“ widmet sich am 17. Januar Uwe Schwarz, Diplom-Geograph aus Bensberg. Am 24. Januar stellt Prof. Dr.-Ing Peter Mesenburg aus Essen „Die Weltkarte des Piri Re´ìs (1513) – Mythen und Realität“ vor, und am 31. Januar spricht Diplom-Ingenieur Ingo von Stillfried von der Uni Dortmund über „Seekarten – Freie Fahrt auf freiem Meer“. Alle Vorträge beginnen um 15 Uhr, der Eintritt ist frei.