Niederrheinische Musik- und Kunstschule will neue Zielgruppen erschließen

Das Zukunftskonzept stellen  Dr. Gerhard Jahn und Johanna Schie vor.  Foto: Christoph Wojtyczka
Das Zukunftskonzept stellen Dr. Gerhard Jahn und Johanna Schie vor. Foto: Christoph Wojtyczka
Foto: Christoph Wojtyczka / WAZ FotoPo
Die Niederrheinische Musik- und Kunstschule hat trotz erhöhter Beiträge keinen übermäßigen Rückgang der Schülerzahlen zu verzeichnen. Im Programm der Schule gibt es neue Angebote - auch für ältere Semester. Man will sich neue Zielgruppen erschließen.

Duisburg. Die deftige Gebührenerhöhung für den Einzelunterricht hat bei der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule nicht zu einem Einbruch bei den Schülerzahlen geführt. „40 Abmeldungen gab es bislang“, ist Musikschulleiterin Johanna Schie erleichtert, dass die Fluktuation nicht größer ist als in den Jahren zuvor. Dennoch werde man mit allen Eltern Kontakt aufnehmen. Schließlich bietet sich als Alternative zum Einzelunterricht (30 Minuten pro Woche) zum Beispiel der Partnerunterricht (45 Minuten) mit einem zweiten Kind an. Dann kommen auf die bislang 37 Euro monatlich lediglich 1,50 Euro dazu.

Jedem Kind ein Instrument

Ganz neu ist der Gruppenunterricht für vier Kinder (27 Euro pro Monat), der eigens für Jeki-Teilnehmer eingerichtet wurde. Wechselt doch die erste Jeki-Generation bereits auf weiterführende Schulen. Auch auf diese Kinder, die im Rahmen des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ eine musikalische Grundbildung erhalten haben, ist das „Zukunftskonzept“ der Musikschule zugeschnitten, betont Ralf Hörsken, Chef der städtischen Bildungsholding. Wie es mit den Jeki-Kindern nach der Grundschule weiter geht, ist Thema einer Fachtagung im März. Mit den weiterführenden Schulen soll ein „Jeki-Ideenbuch“ entwickelt werden. 51 Grundschulen beteiligen sich inzwischen an Jeki, darunter seit einem Jahr auch die Sprachheilschule Kranichstraße. „Im August soll auch die Sehbehinderten-Schule dazu kommen“, freut sich Johanna Schie.

Musikschule will neue Zielgruppen erschließen

Außerdem will die Musikschule neue Zielgruppen erschließen, erläutert Dr. Gerhard Jahn, Leiter der VHS, der die Musikschule seit knapp drei Jahren angegliedert ist. Es gibt zum Beispiel Angebote für Ältere, die in ihrer Jugend ein Instrument gelernt haben und wieder einsteigen möchten: Wie „Magic Flute“ für Erwachsene, die wieder Querflöte spielen möchten. Oder Workshops zu Themen wie „Gitarre spezial“ (Eltern und Erzieher lernen, Kinderlieder auf der Gitarre zu begleiten) oder „Musik & Computer“ (Notensatz) oder „Jagdhorn pur“ (für Jagdhornbläser aller Altersgruppen).

Eigentlich längst überfällig war, die Unterrichtsangebote als komplette Übersicht nachlesbar zu gestalten. Das liefert jetzt das Heft „Volltakt“, in dem eben auch die Tanz-, Theater- und Kunstkurse abgedruckt sind. Im Herbst soll eine Kunst-, Musik- und Tanz-Werkstatt Kindern ab vier Jahren eine „ganzheitliche Früherziehung“ ermöglichen. Und schließlich gibt es noch die Broschüre „Startklar“, in der die Veranstaltungen der Musikschule nachzulesen sind.

„Wir wollen offensiv mit dem Zukunftskonzept umgehen und zeigen, dass die Musikschule eine absolut notwendige Instanz für die Bildung ist“, betont Jahn.

 
 

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