Nicht limitierter Vorverkauf für Pokalspiel ärgert Fans des MSV Duisburg

Start des Vorverkaufs für das Pokal-Halbfinale des MSV Duisburg gegen Energie Cottbus. An den Vorverkaufsstellen des MSV in der Arena hatten sich lange Schlangen gebildet.
Start des Vorverkaufs für das Pokal-Halbfinale des MSV Duisburg gegen Energie Cottbus. An den Vorverkaufsstellen des MSV in der Arena hatten sich lange Schlangen gebildet.
Foto: imago sportfotodienst

Duisburg. Ab 14. Februar gehen die Tickets für das Pokal-Halbfinale gegen Cottbus in den offenen Verkauf. Aber schon jetzt sind Stehplätze ausverkauft, weil Dauerkarteninhaber oder Vereinsmitglieder eine nicht limitierte Zahl Karten kaufen dürfen. Nur wenn Tickets im Netz überteuert weiterverkauft werden, will der MSV einschreiten.

Der MSV Duisburg und seine Besucherzahlen: Viele Fans schauen im Stadion meist peinlich berührt auf den Boden, wenn auf der Anzeigetafel das Ergebnis des Kassensturzes aufleuchtet. Doch im Vorfeld des Pokal-Halbfinals gegen Cottbus ist alles anders: Die Duisburger stürmen die Verkaufsstellen und decken sich mit Karten ein, manche kaufen gleich 20 oder 30. Die Tribünen werden voll, aber auch das passt vielen nicht. Denn wenn am 14. Februar nicht mehr nur Dauerkarteninhaber oder Vereinsmitglieder Tickets kaufen dürfen, werden wohl nur noch wenige Plätze frei sein.

Bis zum nächsten Samstag können die treuesten Anhänger unbegrenzt Sitzplatzkarten kaufen, die Stehplätze sind bereits ausverkauft. Dass dabei Dauerkarteninhaber gleich Dutzende Plätze erwerben, ist für den Verein allerdings kein Grund zur Sorge. „Wir beobachten das selbstverständlich“, erklärt MSV-Sprecher Martin Haltermann. „Bisher sieht es so aus, als ob wirklich für Freunde und Bekannte Karten mitgenommen werden.“ Beim stundenlangen Anstehen, das die Käufer hinter sich bringen müssen, sind Sammelbestellungen im Freundeskreis auch wahrscheinlich. Sollten dennoch Karten den Weg in Internet-Auktionshäuser finden, will der Verein einschreiten, denn ein überteuerter Weiterverkauf ist verboten.

„Zur Not kaufen wir die Karten selbst zurück und leiten rechtliche Schritte gegen die Verkäufer ein“, kündigt Haltermann an. Wäre dem MSV ein Heimspiel gegen Schalke oder Bayern zugelost worden, hätte der Verein auch die Tickets für Dauerkarteninhaber beschränkt. Denn dann wäre ein florierender Schwarzmarkt wahrscheinlich gewesen.