Nicht gegen Pegida auf die Straße zu gehen ist falsch

Am 19. Januar standen noch Tausende Duisburger gegen Pegida auf der Straße.
Am 19. Januar standen noch Tausende Duisburger gegen Pegida auf der Straße.
Foto: Ilja Höpping / Funke Foto Servi
Duisburger „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ will nicht jede Woche gegen Pegida auf die Straße gehen. Das ist die falsche Entscheidung.

Duisburg.. Letzte Woche waren es laut Polizei 600 „Pegida“-Demonstranten, in dieser Woche sind es noch die Hälfte. Es wird sich zeigen, wie lange „Pegida“ es schafft, die Leute auf die Straße zu bringen. Trotzdem ist es ein falsches Zeichen vom „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ sich nach nur einer Woche von der Straße zurück zu ziehen.

Es stimmt, die erste Gegenveranstaltung war eindrucksvoll. Es stimmt, man muss nicht über jedes Stöckchen springen, was einem die anderen hinhalten. Dennoch kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass es sich das Bündnis etwas zu einfach macht.

Tiefenwirksame, differenzierte und dezentrale Veranstaltungen sind gut und wichtig. Trotzdem gehört es dazu, symbolträchtig zu demonstrieren, wie vielfältig Duisburg wirklich ist. Das Bündnis will den Stern der Vielfalt heller als bisher strahlen lassen, sagen die Macher. Erreicht haben sie mit ihrer Entscheidung das Gegenteil.

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