Neues Stevendock legt an

Mit dem neuen Stevendock kann die Harbisch-Werft nun noch größere Schiffe für Reparaturen teilweise aus dem Wasser hieven. Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool
Mit dem neuen Stevendock kann die Harbisch-Werft nun noch größere Schiffe für Reparaturen teilweise aus dem Wasser hieven. Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Strahlend blau liegt der Neubau im Außenhafen, noch Keine Spur von Rost oder Öl: Fast eine halbe Million Euro hat die Harbisch-Werft in einen neues Stevendock investiert. Und das in Zeiten nicht gerade prosperierender Binnenschifffahrt.

Moderne Schiffe würden immer größer, etwa Tankschiffe mit ihrer Doppelhülle, die sich wegen erhöhter Sicherheit immer weiter durchsetzt. Auch die Fahrgastschiff-Fahrt hat Werft-Chefin Karin Wendt im Blick. Und die Kreuzfahrtangebote auf dem Rhein werden immer beliebter, die Flotten immer größer. 400 bis 500 Tonnen kann das neue Dock heben. 30 Meter lang ist die Neuanschaffung, 20 Meter breit, 220 Tonnen schwer. Gebraucht wird der schwimmende Stahlbau, um Schiffe zumindest teilweise aus dem Wasser zu hieven.

Dabei wird das Schiff mit dem Heck oder Bug voran in das Dock, dessen Stahlkörper dann mit Luftdruck von Wasser befreit wird und mitsamt Reparaturfall aus dem Hafenwasser steigt. Beispielsweise, wenn an Schiffsschraube, von Fachleuten Propeller genannt, oder Ruderanlage gearbeitet werden muss, was wiederum eine traditionelle Harbisch-Spezialität ist. „Da haben wir sehr viel Erfahrung“, sagt Karin Wendt, die selbst schon seit 35 Jahren im Familienunternehmen tätig ist. Die letzte Großinvestition war eine Groß-Drehbank für bis zu zehn Meter lange Wellen, wie sie schon einmal für den Schiffsantrieb gebraucht werden. Knapp 20 Beschäftigte sind auf der Werft am Außenhafen tätig.

Ursprünglich war geplant gewesen, das neue Stevendock in den Niederlanden bauen zu lassen. Doch letztlich ging der Auftrag in die Nachbarschaft, nämlich zur Neuen Ruhrorter Schiffswerft im Hafenbecken B. Vorteil war neben dem kurzen Transportweg des fertiggestellten Docks die schnelle Möglichkeit, immer mal wieder einen Blick auf den Baufortschritt zu werfen. Karin Wendt: „Es waren kurze Dienstwege.“

Das 40 Jahre alte Vorgänger-Dock, wurde nach Holland verkauft, bevor der Neubau nach ebenfalls aufwendigem bürokratischen Genehmigungsverfahren von Ruhrort nach Hochfeld überführt werden konnte. Und unter anderem musste gutachterlich bestätigt werden, dass ein Schwimmdock schwimmt.

 
 

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