Neue Landes-Flüchtlingsunterkunft in Duisburg verzögert sich

Ingo Blazejewski
Das ehemalige St.Barbara Hospital: Eigentlich sollten die ersten Flüchtlinge in diesen Tagen einziehen.
Das ehemalige St.Barbara Hospital: Eigentlich sollten die ersten Flüchtlinge in diesen Tagen einziehen.
Foto: WAZ FotoPool
Der Mietvertrag für das ehemalige St. Barbara-Hospital in Duisburg-Neumühl ist noch nicht unterschrieben, der Umbau dauert länger als geplant. Bei der Bezirksregierung rechnet man jetzt mit einer Nutzung im Dezember. Der Unterbringungsdruck hat sich indes weiter verschärft.

Duisburg. „Schnellstmöglich“ sollte das ehemalige St.Barbara-Hospital in Neumühl zur Asyl-Erstunterkunft des Landes umgebaut werden. Doch aus dem ursprünglichen Zeitplan, nach dem bereits in der kommenden Woche die ersten Asylbewerber aufgenommen werden sollten, wird nichts. Der Umbau verzögert sich, zudem ist noch nicht einmal der Mietvertrag mit dem Eigentümer unterzeichnet. „Wir befinden uns derzeit noch in den Mietvertragsverhandlungen“, bestätigte Christoph Söbbeler, Sprecher der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg, auf Anfrage.

Damit hat sich in den vergangenen Wochen an der Situation kaum etwas geändert. Auch der Betreiber der Landeseinrichtung mit maximal 300 Plätzen steht offenbar noch nicht endgültig fest. Empfohlen hatte die Stadt das Deutsche Rote Kreuz, das auch für die Zeltstadt beauftragt war. Doch die Entscheidung liegt beim Land, beziehungsweise der zuständigen Bezirksregierung.

Asyl

Bezirksregierung rechnet mit Nutzung der Landes-Asylunterkunft im Dezember

Mitte Oktober hatte das Bistum Essen das Krankenhaus und Grundstück an einen Berliner Projektentwickler verkauft, der das Gebäude umbaut und für drei Jahre an das Land vermietet, bevor er danach den Backstein-Komplex abreißen und 150 neue Wohneinheiten bauen will.

Bei der Bezirksregierung rechnet man jetzt mit einer Nutzung im Dezember. „Verzögerungen sind für uns leider eine Erfahrungstatsache“, sagte Sprecher Söbbeler. „Der Teufel steckt oft in den Details.“ Eine genaue Zeitschiene für die Nutzung werde es wohl erst zum Monatswechsel geben. Der Unterbringungsdruck hat sich indes weiter verschärft. „Wir sind froh um jede neue Unterbringungsmöglichkeit“, sagt Söbbeler.