„Neuanfang für Duisburg“ hat mehr als 50.000 Unterschriften gegen OB Sauerland

DerWesten

Duisburg. „Neuanfang für Duisburg“ fehlen nur noch 5000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid zur Abwahl von Adolf Sauerland. Anderthalb Monate vor dem Stichtag haben nach Angaben der Initiative mehr als 50.000 Duisburger gegen den OB unterschrieben.

Seit dem 20. Juni sammelt die Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ Unterschriften für einen Bürgerentscheid zur Abwahl von OB Adolf Sauerland. Nach der neuesten Zählung habe sie – „trotz Sommerflaute“ – mehr als 50.000 Unterschriften zusammen, melden ihre Sprecher Werner Hüsken, Harald Jochums und Theo Steegmann. Die Bürgerinitiative ist zuversichtlich, bis zum 19. Oktober sogar mehr als 65.000 Unterschriften – 55.000 sind für einen Bürgerentscheid notwendig – sammeln zu können, „auch wenn noch einiges an Arbeit zu tun ist.“

Die Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger sei ungebrochen, erklärt „Neuanfang für Duisburg“ in einer Pressemitteilung. „Viele nehmen Listen mit und sammeln im Freundes- und Bekanntenkreis, in Sportvereinen und Gaststätten.“ Aus der Bürgerinitiative, die zunächst im kleinen Kreis anfing, sei „eine Bürgerbewegung geworden“.

„Für den guten Ruf der Stadt Verantwortung übernehmen“

Hüsken, Jochums und Steegmann bitten alle Sammlerinnen und Sammler, möglichst bald ihre Unterschriftenlisten zurückzugeben und weitere Unterschriften zu sammeln. Um das selbst gesteckte Ziel von 65.000 Unterschriften bis zum 19. Oktober zu erreichen, will die Initiative ihre Präsenz in bestimmten Stadtteilen verstärken, ihr Stand am Life-Saver bleibt täglich besetzt. Darüber hinaus will sie mit Aktionen und im Internet vor allem Jugendliche ansprechen.

„Wenn die Listen Mitte Oktober überreicht werden, muss das Abwahlverfahren zwingend eingeleitet werden“, erklären Hüsken, Jochums und Steegmann. „Dieses Abwahlverfahren wird die Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, Verantwortung für den guten Ruf der Stadt Duisburg zu übernehmen, noch stärker zusammenführen.“

Beim Abwahl-Urnengang benötigen die Sauerland-Gegner dann allerdings 92.000 Stimmen – ein Viertel der Wahlberechtigten. Eine große Hürde: Es müssten mehr Duisburger gegen Sauerland stimmen, als ihn bei der Kommunalwahl 2009 gewählt haben (74.179 Stimmen). Damals lag die Wahlbeteiligung jedoch nur bei 45,7 Prozent.