Nationales Salzlager in Duisburg-Homberg weiter fraglich

Als Teil der nationalen Salzreserve sollten in Duisburg ursprünglich 40.000 Tonnen Streusalz eingelagert werden. Bis heute gibt es keine Genehmigung für das Lager auf dem Hornitex-Gelände. Bild: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Als Teil der nationalen Salzreserve sollten in Duisburg ursprünglich 40.000 Tonnen Streusalz eingelagert werden. Bis heute gibt es keine Genehmigung für das Lager auf dem Hornitex-Gelände. Bild: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Im Streit um das Lager für die nationale Streusalzreserve in Duisburg-Homberg hat der FDP-Landtagsabgeordnete Ellerbrock Stadtdirektor Greulich angegriffen. Weil aufgrund rechtlicher Bedenken seitens der Stadt erst der Bebauungsplan geändert werden soll, verhindere die Stadt erneut ein sinnvolles Projekt.

Duisburg. Wo bleibt das Lager für die nationale Streusalzreserve in Homberg? Für den FDP-Landtagsabgeordneten Holger Ellerbrock ist das Projekt auf dem Hornitex-Areal gestorben. „Es ist ärgerlich, dass dieses Lager nun doch nicht nach Duisburg kommt“, äußerte sich Ellerbrock gestern. Weil Stadtdirektor Peter Greulich emissionsrechtliche Bedenken habe, soll die Politik erst den Bebauungsplan ändern. „Dann ist der Winter aber lange vorbei und wieder wurde in Duisburg etwas Sinnvolles verhindert“, schimpft Ellerbrock. So habe Verkehrsminister Voigtsberger im Dezember das Lager „wohl etwas zu vorlaut“ verkündet: „Der Minister hätte berücksichtigen müssen, dass Duisburg einen grünen Stadtdirektor hat, der derzeit auch noch für Planung zuständig ist“.

Beim zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW stirbt die Hoffnung zuletzt. „Wir haben den Standort nicht aufgegeben. Im Gegenteil. Die letzten Signale waren eher positiv“, sagt Sprecher Bernd Löchter. Man suche zwar parallel Alternativen, habe aber wegen der Wetterlage „keinen Druck“, zumal die anderen beiden Lager gefüllt seien.

„Es ist nicht so, dass wir das Lager kategorisch ablehnen“, sagt Stadtsprecher Peter Hilbrands. „Die Rechtslage verhindert die Nutzung“. Derzeit würden Verwaltung und Bezirkspolitik diskutieren, wie der Bebauungsplan geändert werden kann: „Der Rat könnte dann im März oder Mai beschließen“.

 
 

EURE FAVORITEN