Nachdenkliches Ende

Anfang und Ende des Kulturhauptstadtjahres am Wasser.  Auftakt  war am 21. Mai auf der Mercatorinsel in Duisburg-Ruhrort, als die  katalanischen Strassentheatergruppe La Fura dels Baus das Stück „Rheingold“ aufführte. (Foto). Am 18. Dezember geht in Duisburg das Jahr mit einer Inszenierung am Innenhafen zu Ende
Anfang und Ende des Kulturhauptstadtjahres am Wasser. Auftakt war am 21. Mai auf der Mercatorinsel in Duisburg-Ruhrort, als die katalanischen Strassentheatergruppe La Fura dels Baus das Stück „Rheingold“ aufführte. (Foto). Am 18. Dezember geht in Duisburg das Jahr mit einer Inszenierung am Innenhafen zu Ende
Foto: WAZ FotoPool

Am 18. Dezember, sechs Tage vor dem Heiligen Abend, wird sich das Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 noch einmal ausgehfein machen und sein Publikum an vier Standorten im Revier zur Party bzw. zur Abschiedsfete einladen. In Duisburg an den Innenhafen.

Im Rahmes eines Open-Air-Events sollen im Nordsternpark Gelsenkirchen „emotionsstarke Bilder, große Momente und prominente Orte“ des Kulturhauptstadtjahres Revue passieren und gleichzeitig Ausblicke in die Zukunft – in welche auch immer – der Metropole Ruhr 2020 eröffnet werden. Von dort aus wird die versammelte Ruhr2010-Gemeinde dann per TV-Schalte, nach Zwischenstopps in Essen (Zollverein), Dortmund („U“) natürlich auch in Duisburg am „Hafen der Kulturhauptstadt“ vor Anker gehen. Genauer: Am Innenhafen.

Hier wird nach Worten der Abschluss-Koordinatorin Benedicte Baumann der Regisseurs Johannes Lepper eine kleine, feine Open-Air-Inszenierung am und auf dem Wasser vorlegen. Wir erinnern uns: Die Auftaktveranstaltung für „Ruhr 2010“ in Duisburg fand ebenfalls auf dem Wasser statt, an der Mercatorinsel in Ruhrort. Zehntausende Zuschauer kamen und staunten.

„Der Abschluss wird kleiner und besinnlicher“ sagt Frank Jebavy, Leiter des Duisburger Festivalbüros. Auch mit Blick auf die Ereignisse der Loveparade werde deshalb diese Abschlussfeier eine „nachdenkliche und ruhige Veranstaltung werden.“ Man werde aber deshalb nicht in Sack und Asche gehen.

Wieder einmal stellt sich protokollarisch wie inhaltlich die delikate Frage, wer bei dieser Gelegenheit im Namen der Stadt Duisburg eigentlich würdevoll und glaubwürdig das Wort ergreifen kann, wenn es nicht zuletzt auch darum geht, das Todes-Desaster der Loveparade und sein bisheriges erbärmliches Nachspiel in das Geschehen des Kulturhauptstadtjahres einzuordnen.

 
 

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