Nach geplatzter Finanzierung Gerüchte um Verkauf von Anteilen des Katholischen Klinikums Duisburg

Das Zukunftskonzept des Katholischen klinikums Duisburg (KKD) sieht vor, sich von den Häusern St. Barbara/Neumühl und St. Vinzenz/Stadtmitte (im Bild oben) zu trennen. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Das Zukunftskonzept des Katholischen klinikums Duisburg (KKD) sieht vor, sich von den Häusern St. Barbara/Neumühl und St. Vinzenz/Stadtmitte (im Bild oben) zu trennen. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
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Duisburg.. Die Finanzierung zur Umstrukturierung des Katholischen Klinikums Duisburg (KKD) ist geplatzt. Nach NRZ-Informationen erscheint die geplante 150-Millionen-Euro-Investition den Banken, Gesellschaftern des KKD-Zweckverbandes und dem Trägerwerk zu riskant.

Sowohl die Gesellschafter des Zweckverbands Katholisches Klinikum Duisburg und Caritas Trägerwerk im Bistum Essen GmbH als auch die beteiligten Banken sehen nach Informationen der NRZ zu große Risiken, die geplanten 150 Millionen Euro teuren Investitionen allein durch das Katholische Klinikum Duisburg (KKD) tragen zu lassen.

Nun machen in der Belegschaft Gerüchte die Runde, dass das KKD zur Finanzierung des Zukunftskonzepts Anteile an einen privaten Klinikbetreiber veräußern könnte. Klinikum-Geschäftsführer Clemens Maurer wollte sich gegenüber der NRZ zu dem gesamten Vorgang nicht äußern, sondern verwies an das Bistum Essen. Bistumssprecher Ulrich Lota dementierte konkrete Verkaufsabsichten.

Das Zukunftskonzept des KKD sieht vor, sich von den Häusern St. Barbara/Neumühl und St. Vinzenz/Stadtmitte zu trennen und die Abteilungen an die Standorte Hamborn (St. Johannes) und Hochfeld (Marien-Hospital) zu verlegen. In Hochfeld sollte die Gerontopsychiatrie verbleiben. Alle anderen Abteilungen von St. Barbara in Neumühl und St. Vinzenz in Stadtmitte sollten in einen Neubau am Standort St. Johannes in Hamborn umziehen. So wollte das Klinikum künftig lange Wege zwischen den vier Standorten, aber auch doppelt vorhandene Intensivstationen, Pforten vermeiden und Kosten sparen.

Das Bistum Essen hat ein Strategiebüro eingerichtet, das die Zukunftsfähigkeit aller katholischen Einrichtungen im Bistum sichern soll. Dorthin wurde auch Klinikum-Geschäftsführer Clemens Maurer berufen, um die Interessen des KKD zu vertreten. Hier sollen alle sinnvollen Optionen einer Prüfung auf ihre langfristige Tragfähigkeit unterzogen werden. Dabei, so sagt es das Bistum, ist es ein vorrangiges Ziel, katholische Einrichtungen weiterhin in katholischer Trägerschaft zu erhalten.

Das Katholische Klinikum Duisburg ist eines größten Unternehmen des Bistums. Bistumssprecher Ulrich Lota: „Für das KKD haben wir eine Projektgruppe gegründet, um alle Option zu prüfen.“ Mit dabei sind auch die Breitbacher Franziskanerinnen, die mit der St. Elisabeth GmbH erfolgreich als großer konfessioneller Krankenhausträger agieren und laut Ulrich Lota „strategische Partner“ sind.

 
 

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