Duisburg

Nach der Wahl - das sind die größten Baustellen von OB Sören Link

Ein Projekt für OB Sören Link: Duisburg-Marxloh muss das katastrophale Image endlich loswerden.
Ein Projekt für OB Sören Link: Duisburg-Marxloh muss das katastrophale Image endlich loswerden.
Foto: Fabian Strauch / Funke Foto Services

Duisburg. Wer in Duisburg lebt, kämpft mit vielen Vorurteilen. Der Stadtteil Marxloh gilt als Problemviertel mit Problemhäusern und wilde Müllkippen.

Aber auch die Katastrophe bei der Loveparade 2010 haftet immer noch an Duisburg. Dazu kommen ein kaputtes Dach am Hauptbahnhof und unfassbar viele Schlaglöcher in den Straßen.

Nach der OB-Wahl muss Sören Link viele Baustellen angehen. Das sind die fünf drängendsten Sorgen der Stadt:

Der Bürgerentscheid war gegen das Outlet. Doch damit jetzt nicht weiterhin jahrelang nichts auf dem alten Güterbhanhofsgelände passiert, muss die Stadt mit dem Geländebesitzer eine Lösung finden.

Der Stadtteil Marxloh muss weg von seinem schlechten Image. Die Stadt geht gegen die Problemhäuser mit einer „Task Force“ vor und lässt die Häuser von Ordnungsamt und Feuerwehr für unbewohnbar erklären. Jetzt wird Ordnungsdezernentin Daniela Lesmeister, die die „Task Force" leitete, aber oberste Polizistin im Lande. Ihr Nachfolger, der in einigen Monaten festehen soll, muss dann weiterhin gegen wilde Müllkippen und überfüllte Häuser ohne Brandschutz angehen.

Im Innenhafen steht seit 2009 eine große Treppe, die abgesperrt ist. Das Eurogate, die Treppe, kann als Veranstaltungsfläche nicht genutzt werden. Zehn Millionen Euro (mit Landesfördermitteln) kosteten die Stufen. Darauf sollte ein Sichelbau folgen. Doch bisher blieb es bei der Treppe.

Jetzt muss die Stadt noch mal tief in die Tasche greifen und das Grundstück für mindestens 3,5 Millionen Euro auf eigene Kosten baureif machen. Die Stadt muss den Boden verdichten und mit Betonpfählen den schlammigen Baugrund sichern. Erst dann wollen die Investoren aus Düsseldorf zu einem Kaufpreis von 4,5 Millionen Euro das Grundstück erwerben und den Sichelbau an dieser Stelle im Innenhafen hochziehen.

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Die Trinker- und Drogenszene ist kein Aushängeschild für die Stadt. Mit einem Alkoholverbot in der Innenstadt sollten die Trinker vertrieben werden. Ein Streetworker soll sich um die Süchtigen kümmern. Doch auch der Kantpark ist von der Szene gekennzeichnet. Direkt neben dem Lehmbruckmuseum verrichten Junkies ihr Geschäft, Spritzen sich ihre Drogen und verweilen den ganzen Tag. Da muss dringend gehandelt werden.

 
 

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