Duisburg

Nach tödlichen Schüssen in Duisburger Polizeiwache - so geht es den Beamten

Ein Mitarbeiterin der Spurensicherung nach dem Vorfall in der Polizeiwache Rheinhausen.
Ein Mitarbeiterin der Spurensicherung nach dem Vorfall in der Polizeiwache Rheinhausen.
Foto: dpa
  • Nach den tödlichen Schüssen auf einen Messer-Angreifer (43) in Duisburg
  • Polizisten werden psychologisch betreut
  • Muss die Wache besser gesichert werden?

Duisburg. Der Messer-Angriff eines 43-Jährigen in der Nacht auf Sonntag hat die Beamten der Polizeiwache Duisburg-Rheinhausen geschockt. Es waren dramatische Szenen mit tödlichem Ende für den Angreifer. Eine Grenzerfahrung. Auch für Polizisten nicht alltäglich.

„Ein psychosoziales Betreuungs-Team kümmert sich um die Kollegen, die den Angreifer mit der Schusswaffe stoppen mussten“, berichtet Ramon van der Maat.

Professionelle Betreuung

Der Duisburger Polizeisprecher versichert, dass beide Polizisten zunächst nicht zum Dienst erscheinen müssen.

Gemeinsam mit der psychologischen Betreuung werden die Beamten entscheiden, wann sie wieder einsatzfähig sind.

Sicherheits-Lücken?

Nach der Attacke überlegen die Beamten, wie sie die Sicherheit in der Wache erhöhen können.

Im Gegensatz zu moderneren Polizeidienststellen ist der Wachraum in Duisburg-Rheinhausen noch durch eine Sicherheitsschleuse gesichert. Der Kontakt zu den Beamten ist hier nur durch eine kleine Durchreiche möglich.

Am Wochenende hatte sich der Angreifer mit einen Hechtsprung durch ein kleines Fenster in der Durchreiche Zutritt zu dem Wachraum verschafft.

Wache in Rheinhausen war besser gesichert als moderne Dienststellen

Bei neueren Polizeiwachen werden diese Schleusen nicht mehr verbaut. Mit dem Ziel, die Barriere zwischen Bürgern und Beamten zu verkleinern. In einer modernen Wache wäre der Weg des Messer-Angreifers demnach viel unkomplizierter gewesen.

Van der Maat zweifelt deshalb daran, dass der Angriff durch bauliche Anpassungen hätte verhindert werden können: „Der Angreifer hätte auch einem Beamten auf dem Weg in die Polizeiwache auflauern können.“

Ausnahmesituation

Einen vergleichbaren Fall habe es in der Duisburger Wache in den Jahrzehnten seiner Amtszeit noch nicht gegeben.

Jetzt prüfen die Beamten, ob neue Maßnahmen getroffen werden sollten, um die Sicherheit in der Wache zu erhöhen.

Warum der Mann mit dem Messer Amok lief, konnte bislang noch nicht geklärt werden.

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