Duisburg

Nach dem Tentorium-Aus: "Hallo, hier ist Disco" reicht nicht mehr

Großraumdiscos waren quasi mal Gelddruckmaschinen. Früher.
Großraumdiscos waren quasi mal Gelddruckmaschinen. Früher.

Großraumdisco Tentorium in Duisburg muss schließen

Discos haben es schwer

Konkurrenz durch Szenekneipen und das Internet

Duisburg. Die fetten Jahre sind vorbei. Großraumdiscos finden kaum noch feierwütige Gäste. Nun hat es das Tentorium in Duisburg erwischt.

Nach nicht einmal einem Jahr schließt die Hamborner Disco. Ist die Zeit der Großraumdiscos wirklich vorbei?

"Hier ist Disco" reicht nicht mehr

Fest steht. Es ist schwieriger geworden. "Das Discothekengeschäft ist komplex und anspruchsvoll", sagt Stephan Büttner, Geschäftsführer vom Bundesverband deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe (BDT).

"Es reicht nicht mehr, einen Laden aufzumachen und zu sagen: hallo, hier ist Disco." Früher klappte das tatsächlich. Noch in den Neunzigern waren Großraumdiscos dicke Gelddruckmaschinen. Jetzt haben sie jede Menge Konkurrenz.

Konkurrenz durch Dating-Portale

"Szenekneipen und Bars werben natürlich auch um unser Publikum", sagt Büttner. Und dann ist da noch das Internet.

"Früher ging man auch in die Disco um jemanden kennenzulernen. Heute ist das Internet voll von Dating-Portalen", sagt Büttner.

Hunderte Discos mussten schließen

Und die Konkurrenz schlägt zu. 2001 gab es laut Statistischem Bundesamt noch 2061 Klubs und Discotheken in Deutschland. 2014 waren es nur noch 1679. Über 15 Prozent weniger. Büttner findet das aber nicht schlimm.

"Es findet eine der Gesamtbranche guttuende Marktbereinigung statt", sagt er. Er glaubt an die Zukunft der Disko.

"Laute Musik und tanzen"

"Jedes Wochenende gehen in Deutschland eine Million Menschen in die Disko. Da kann selbst die Bundesliga nicht mithalten."

Ohne Discos würden Jugendliche nicht auskommen, meint Büttner: "Laute Musik und tanzen. Das geht nur in der Disco."

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