Duisburg

Nach Bürgerentscheid: Investor stoppt Pläne für das Outlet, aber in der Nähe könnten trotzdem Outlets entstehen

Frank Oberpichler, Boris Roskothen, Gerd Schwemm, Jan Harm und Lars Hoffmann (v.l.) unterstützen die Kampagne „JA zu Duisburg – kein DOC".
Frank Oberpichler, Boris Roskothen, Gerd Schwemm, Jan Harm und Lars Hoffmann (v.l.) unterstützen die Kampagne „JA zu Duisburg – kein DOC".
Foto: Kathrin Migenda

Duisburg. Es war eine enge Kiste. Aber die Duisburger haben beim Bürgerentscheid gegen das geplante Outlet-Center gestimmt. Doch jetzt bleibt erstmal unklar, was mit dem Gelände des alten Güterbahnhofs passiert.

Geht es nach dem Willen der in einem Bürgerentscheid am erfolgreichen Initiative, sollen dort nun Wohnungen oder Büros entstehen - oder vielleicht auch ein großer Park.

Das Gelände gehört weiterhin Kurt Krieger

„Jetzt muss etwas passieren", fordert Frank Oberpichler, Sprecher der Outlet-Gegner. Mit seiner Initiative war es ihm gelungen, eine knappe Mehrheit der Duisburger auf seine Seite zu ziehen.

Aber das Gelände gehört Kurt Krieger. Was er damit vor hat, ob er es doch noch verkauft, ist noch offen.

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Während man in Duisburg nun dringend auf neue Investoren für die Innenstadt hofft, laufen die Outlet-Planungen bei der Konkurrenz erst recht auf Hochtouren, berichtet Joachim Will von der Handelsberatung Ecostra. Will hatte die Planungen für das Duisburger Projekt begutachtet.

Andere Städte treiben Outlet-Pläne womöglich voran

„Das hätte funktioniert", ist er sich sicher. Nach dem Bürgerentscheid gegen den geplanten Bau des größten deutschen Designer-Outlets in Duisburg hat Neinver einen Stopp des Projekts angekündigt. „Wir respektieren das Votum der Wähler", heißt es in einer Stellungnahme.

Damit sei nun davon auszugehen, dass die Outlet-Entwicklung an anderen Standorten in der Region (zum Beispiel in Wuppertal) nun „umso intensiver" vorangetrieben werde, so der Investor.

(km/dpa)